28.06.2011

Siemens AG Healthcare Sector

Siemens erwartet weiteres Wachstum im dritten Quartal

Siemens rechnet für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2011 erneut mit einem Wachstum bei Auftragseingang und Umsatz. Der Auftragseingang dürfte in diesem Zeitraum getrieben durch den ICx-Großauftrag im Vergleich zum Vorjahr stark zulegen. Beim Umsatz erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis nach Steuern (fortgeführte Aktivitäten) sollte im dritten Quartal bereinigt um den Ergebnis-Effekt aus der Areva-Zahlung leicht über dem Vorjahr liegen.

"Wir investieren weiterhin stark in Innovation und den Ausbau unserer weltweiten Märkte. Unsere Wachstumserwartungen haben sich auch im dritten Quartal bestätigt", sagte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser am Dienstag auf einem Siemens Capital Markets Day in Schanghai. Wie erwartet seien im zweiten Halbjahr im Wesentlichen durch Basiseffekte erste Anzeichen für eine Beruhigung des Wachstums auszumachen. "Der Rückenwind der Krisenerholung ist nun wohl vorbei. Jetzt sind wieder stärkere Anstrengungen zum Erreichen von Wachstum erforderlich", sagte Kaeser.

Der Auftragseingang des Siemens-Konzerns dürfte im Vergleich zum Vorjahr von rund 19,2 Milliarden Euro stark steigen und auch den Wert des starken zweiten Quartals von rund 20,7 Milliarden Euro übertreffen. Außerordentlich positiv beeinflusst wird diese Entwicklung durch den im Mai 2011 gebuchten Auftragsanteil für die Fernverkehrszüge ICx im Volumen von rund 3,7 Milliarden Euro. Der Umsatz dürfte über dem Vorjahreswert von 17,4 Milliarden Euro liegen und sich auf dem Niveau des Vorquartals von rund 17,7 Milliarden Euro stabilisieren. Volumen und Ertrag werden im dritten Quartal vornehmlich getragen von weiterhin überwiegend sehr guten Geschäften in den Sektoren Industry und Energy, während die Gesundheitstechnik in Teilbereichen weiter mit schwierigen Wettbewerbs- und Technologiebedingungen zu kämpfen hat. Das Ergebnis nach Steuern (fortgeführte Aktivitäten) dürfte sich bereinigt um den Ergebnis-Effekt aus der Areva-Zahlung im dritten Quartal leicht über dem Vorjahresniveau von rund 1,4 Milliarden Euro bewegen.

Ein Schiedsgericht der Internationalen Handelskammer (ICC) hatte Mitte Mai 2011 über die Modalitäten des Ausstiegs von Siemens aus dem kerntechnischen Gemeinschaftsunternehmen Areva NP entschieden. Siemens hatte infolgedessen einen Betrag von 648 Millionen Euro zuzüglich Zinsen an Areva zu zahlen, nachdem Siemens im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011 einen positiven Ergebnisbeitrag von 1,52 Milliarden Euro vor Steuern aus dem Verkauf der Anteile realisiert hatte.

In den oben genannten Indikationen zu Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis sind nicht enthalten: Siemens IT Solutions and Services (SIS), die Division Osram sowie damit zusammenhängende Ergebniswirkungen; diese werden seit dem zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet. Die Vergleichswerte des Vorjahres und des Vorquartals wurden entsprechend vorläufig vergleichbar gerechnet. Siemens hatte Mitte Dezember 2010 angekündigt Siemens IT Solutions and Services an Atos Origin zu verkaufen. Ende März hatte Siemens seine Absicht bekundet, die Division Osram im Herbst 2011 an die Börse zu bringen.