29/08/2008

Siemens AG, Healthcare Sector

Siemens fragt: Welchen IQ hat Ihr SPECT?

IQ Spect
Siemens Healthcare stellt auf dem ESC 2008, dem Kongress der European Society of Cardiology in München vom 30. August bis 3. September 2008, den nächsten großen Trend in der Nuklearmedizin vor: SPECT (Single Photon Emission Computed Tomography)-Bildgebung mit “Intelligenz”. Die Gammakamera Symbia von Siemens bekommt dazu ein neues Feature, IQ•SPECT, das bei Untersuchungen des Herzens Aussagen zur Perfusion in nur fünf Minuten liefern soll. Zusätzlich kann während der Untersuchung die CT-Schwächungskorrektur berechnet und ein Calcium Scoring durchgeführt werden. Derzeit dauern Perfusionsstudien des Herzens mit SPECT-Systemen durchschnittlich etwa 15 bis 20 Minuten. Die herausragenden Merkmale von IQ•SPECT werden sein: ein neuer Kollimator, der das Herz im Vergleich zum übrigen Körper vergrößert aufnimmt, eine organzentrierte Bewegung der Kamera um den Patienten und ein neues 3D-Rekonstruktionsverfahren.

Die Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT) ist ein Verfahren der Nuklearmedizin, bei dem eine Gammakamera Bilder aus einer Reihe von Winkeln um den Patienten aufnimmt. Im Gegensatz zur herkömmlichen bildgebenden Diagnostik machen die nuklearmedizinischen Verfahren vor allem die biochemischen Vorgänge im menschlichen Körper sichtbar.

Siemens Healthcare will mit intelligenten Funktionen für seine Gammakameras Symbia S und Symbia T einen neuen Trend in der SPECT-Bildgebung setzen. IQ•SPECT wird unter anderem "Smartzoom" umfassen, einen eigens entwickelten “smarten” Kollimator, der das Herz im Vergleich zum übrigen Körper vergrößert aufnimmt. SPECT-Daten des Herzens werden typischerweise bei einer Detektorposition von 90 Grad zueinander möglichst nahe am Körper erzeugt. Das erfolgt mithilfe einer mechanisch zentrierten Detektorrotation, bei der eine organspezifische Vergrößerung nicht realisierbar ist. Die flexible Mechanik der Symbia S und T Gantrys erlaubt hingegen eine organzentrierte Detektorrotation, die auf das zu untersuchende Organ fokussiert – zum Beispiel das Herz.

IQ•SPECT wird den künftigen Standard in der Bildqualität, Geschwindigkeit und Produktivität sowie im Patientendurchsatz neu definieren: Die Neuentwicklung kombiniert die organzentrierte Aufnahmetechnik mit einer schnellen iterativen 3D-Rekonstruktion, was schnellere Scans als bisher erzielt und dadurch zu weniger Belastung des Patienten führt, da er nicht mehr so lange wie zuvor stillhalten muss.

“Das neue Symbia-Feature setzt auf Mehrwert und Optimierung. IQ•SPECT verbessert die Leistung der Symbia-Kamera, macht sie organspezifisch und erlaubt komplette Herzuntersuchungen in extrem kurzer Zeit”, sagte Michael Reitermann, Leiter der Business Unit Molecular Imaging von Siemens Healthcare. “Dank seiner Schnelligkeit und Flexibilität bietet IQ•SPECT eine höhere Bildqualität und macht den Ärzten eine zuverlässigere Befundung möglich. Wir erwarten, dass unsere Entwicklung dazu führt, dass organspezifische Herzbildgebung an Allround-Systemen stattfinden kann und später auch weitere Organbereiche abgedeckt werden.”

IQ•SPECT wird für alle neuen Symbia S und T Systeme verfügbar sein. Die Technologie wird man außerdem an allen existierenden Symbia-S- und Symbia-T-Systemen nachrüsten können, die weltweit in führenden Krankenhäusern und Radiologie-Zentren installiert sind. Die neue Smartzoom-Funktion ist nahtlos in die bestehenden Symbia-Workflows und Automatisierungsfunktionen integriert. Sie bietet den Anwendern den Zugriff auf eines der derzeit flexibelsten und vielseitigsten Systeme im Markt. IQ•SPECT wird für den Anwender vollständig automatisiert sein und dadurch mehr Patienten pro Tag bewältigen können als herkömmliche SPECT-Systeme sowie eine Vielzahl von Patientenanforderungen erfüllen. Für pädiatrische Untersuchungen beispielsweise können geringere Injektionsmengen bei gleicher Untersuchungsdauer verwendet werden. Ein schnellerer Scan verringert die Wahrscheinlichkeit von Bewegungen des Patienten bei der Aufnahme und hilft dadurch Wiederholungsaufnahmen zu vermeiden.

Mit traditionellen SPECT-Systemen dauern Perfusionsstudien des Herzens im Durchschnitt etwa 15 bis 20 Minuten, was die Zahl der Patienten pro Tag sehr begrenzt. Mit einem “intelligenten” Symbia IQ•SPECT System können mehr Patienten täglich in kürzerer Zeit untersucht werden. Gerade einmal fünf Minuten sind damit für eine vollständige diagnostische Abklärung bei Herzpatienten notwendig.

Der Einsatz von IQ•SPECT bei SPECT•CT-Untersuchungen kann helfen, das Risiko einer Herzattacke bei Patienten besser zu erkennen. Calcium Scoring mithilfe eines CT-Scans ist ein unabhängiger Indikator zur Prognose bei koronaren Herzkrankheiten (KHK) und erhöht in Kombination mit SPECT die Zuverlässigkeit bei der Diagnose. Dieser nur 30 Sekunden dauernde Scan mit niedriger Strahlenbelastung zusätzlich zur SPECT-Untersuchung kann neben möglichen Ischämien (Minderdurchblutung des Herzmuskels) die Anreicherung von Kalzium in den Koronararterien sichtbar machen.

Der Siemens Healthcare Sector ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen versteht sich als medizinischer Lösungsanbieter mit Kernkompetenzen und Innovationsstärke in diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie in der Wissensverarbeitung einschließlich Informationstechnologie und Systemintegration. Mit seinen Akquisitionen in der Labordiagnostik ist Siemens Healthcare das erste integrierte Gesundheitsunternehmen, das Bildgebung und Labordiagnostik, Therapielösungen und medizinische Informationstechnologie miteinander verbindet und um Beratungs- und Serviceleistungen ergänzt. Siemens Healthcare bietet Lösungen für die gesamte Versorgungskette unter einem Dach – von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Zusätzlich ist Siemens Healthcare der Weltmarktführer bei innovativen Hörgeräten. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2007 (bis 30. September) erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 9,85 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 10,27 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug 1,32 Mrd. €.
Weitere Informationen unter: www.siemens.com/healthcare


Dieses Dokument enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen – also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit, liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie „erwarten“, „wollen“, „antizipieren“, „beabsichtigen“, „planen“, „glauben“, „anstreben“, „einschätzen“, …