09.12.2005

Siemens AG Medical Solutions

Siemens präsentiert neueste Entwicklungen in der Echokardiographie

Encompass III von Siemens
Auf der neunten Jahresversammlung der EUROECHO in Florenz stellte Siemens Medical Solutions die neuesten Entwicklungen aus der Echokardiographie vor. So bringt das Unternehmen den kardiovaskulären Ultraschall mit der neuen Software-Version Encompass III für die Acuson Sequoia Ultraschallplattform weiter voran. Dazu gehören unter anderem die Methode des Axius Velocity Vector Imaging (VVI) zur besseren graphischen Darstellung der Herzkontraktionen und die neue CAD-Technologie Axius Auto EF. Beides spielt insbesondere bei Untersuchungen des linken Ventrikels (LV) und bei Herzinsuffizienz eine wichtige Rolle. Ein weiterer Bestandteil von Encompass III ist die 4D-Software fourSight Realtime(RT)-3D, die in der transthorakalen 3D-Echokardiographie (TTE) eingesetzt wird.

Mit Axius Velocity Vector Imaging (VVI) kann der Arzt Gewebebewegungen nun grafisch visualisieren. Pfeile zeigen die Richtung und Geschwindigkeit der Gewebebewegungen in einem Ventrikel an und bieten dem Arzt die Möglichkeit, an jedem beliebigen Punkt des Herzzyklus ein Standbild einer ablaufenden Bewegung einzusehen. Dadurch ist der Arzt in der Lage, problemlos sowohl die Kontraktionsbewegung als auch die Relaxation des Herzens zu erkennen. Er verfügt hiermit über eine völlig neue Methode zur Beurteilung der Herzfunktion und Herzinsuffizienz.

„VVI ist eine viel versprechende neue Technologie, die einen bisher noch nie erreichten Einblick in die ventrikulären Mechanismen erlaubt. Sie hat sich bei der Untersuchung von Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie und Kandidaten für biventrikuläre Schrittmachertherapie als sehr nützlich erwiesen”, so Jim Thomas, M.D., Charles and Lorraine Moore Chair of Cardiovascular Imaging, Professor of Medicine and Biomedical Engineering, Department of Cardiovascular Medicine an der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, USA.

Axius Auto EF heißt eine computergestützte Detektionstechnologie (CAD-Technologie), welche jetzt die gebräuchlichsten kardiologischen Funktionsparameter – wie etwa die Auswurffraktion – automatisch detektiert und berechnet. Bisher war das durch den Bediener selbst und nur sehr aufwändig möglich. Die Auto EF Technologie bietet dem Arzt bei jeder Untersuchung ein zusätzliches Diagnosetool auf Expertenniveau. Diese Technologie führt zu einer genaueren und besseren Diagnostik bei gleichzeitiger Verkürzung der Untersuchungszeit.

„Auto EF ist ein neuartiges 2D-Echo-Bildanalysesystem. Es greift zur schnellen und reproduzierbaren Berechnung der Auswurffraktion auf Muster der künstlichen Intelligenz und Formerkennung zurück”, sagte John Gorcsan, M.D. Professor of Medicine, Director of Echocardiography an der University of Pittsburgh, USA. „Wir haben über 100 Patienten mit sehr unterschiedlicher Ventrikelfunktion untersucht, und es hat sich gezeigt, dass wir Auto EF bei mehr als 90 Prozent unserer Patienten einsetzen konnten. Bei den restlichen zehn Prozent war in wechselndem Maße eine manuelle Bearbeitung erforderlich. Auto EF ist weniger zeitaufwändig als manuelles EF und besitzt großes klinisches Potenzial.”

Im Zusammenhang mit Encompass III kündigte Siemens auch die Echtzeitlösung fourSight Realtime(RT)-3D für die transthorakale 3D-Echokardiographie (TTE) an. RT3D beruht auf der so genannten Coherent Imaging Technologie der Sequoia Systeme. Sie ermöglicht die sehr genaue Rekonstruktion von komplexen Anatomien, um Volumen besser und exakter messen zu können. Das Paket umfasst außerdem den neuen, sehr handlichen Schallkopf 4Z1c, der sich gegenüber den derzeitigen 3D-Schallköpfen vor allem durch sein geringes Gewicht und seine kompakte Form auszeichnet.

„Mit insgesamt drei Encompass Releases zur Sequoia-Plattform in diesem Jahr haben wir nicht nur neue Anwendungen zur Verbesserung der Qualität des Systems und Verkürzung der für die echokardiographische Beurteilung eines Herzpatienten erforderlichen Zeit eingeführt; wir bieten unseren Kunden damit auch einen deutlichen klinischen Mehrwert in ihrer täglichen Praxis”, sagte Klaus Hambüchen, Leiter des Unternehmensbereichs Ultraschall bei Siemens Medical Solutions.

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum von bildgebenden Systemen für Diagnose und Therapie, über die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug rund 1 Mrd. € (vorläufige Zahlen). Weitere Informationen unter: www.siemens.com/medical