06.09.2011

Siemens AG

Siemens startet E-Car-Sharing-System für Mitarbeiter in Berlin

Mit einem Car-Sharing-System erweitert die Siemens AG in Berlin ihre im November 2010 in Betrieb genommene Elektroautoflotte. Sami Atiya, CEO der Division "Mobility and Logistics" im neuen Siemens-Sektor "Infrastructure & Cities", nimmt heute in der Bundeshauptstadt zwölf Elektrofahrzeuge in Betrieb. Im Rahmen eines Flottenversuchs können sie von mehr als 100 Mitarbeitern über einen Zeitraum von zwölf Monaten für Dienstfahrten zwischen den Berliner Siemens-Standorten genutzt werden. "Mit dem Car-Sharing-System gehen wir einen wichtigen Schritt in Richtung eines gesamtheitlichen Ansatzes in der Elektromobilität", erklärte Sami Atiya. "Die Praxiserfahrungen werden uns helfen, unser Elektromobilitäts-Portfolio mit Antriebs- und Ladetechnologien sowie Informations- und Kommunikationslösungen konsequent auszubauen und zu verbessern."

Für das Projekt wird in Berlin jedes Auto der Flotte mit einem mobilen Bordcomputer (Onboard-Unit) ausgerüstet. Damit lassen sich nicht nur Informationen zur Reservierungsdauer, zum Ladezustand oder zur verbleibenden Reichweite abrufen. Mittels Satellitennavigation (GPS) und der ständigen Kommunikation mit einer übergeordneten Leitzentrale kann dem Fahrer auch der Weg zum nächsten freien Parkplatz mit Lademöglichkeit angezeigt werden. Miete, Parkgebühren und Ladekosten können mit Hilfe einer sicheren Datenübertragung via Onboard-Unit zudem automatisch abgerechnet werden. "Unser Ziel ist es, mit derartigen Projekten die Mobilität in Städten dank eines optimierten Zusammenspiels von Ladeinfrastruktur-, Flotten- und Parkmanagementsystemen wesentlich effizienter und vor allem umweltschonender zu machen", sagte Atiya.

Mit dem Car-Sharing-System geht Siemens einen weiteren Schritt Richtung vernetzter Mobilitätslösungen, der so genannten Complete Mobility. Künftig nutzen die Menschen nicht nur ein Verkehrsmittel, um zu ihrem Ziel zu gelangen, sondern verknüpfen mit Hilfe intelligenter Technologien die Verfügbarkeit von Elektroautos mit den Fahrinformationen von U-Bahn, Bus und Tram. Solche vernetzten Verkehrssysteme und stets aktuellen Informationen über die schnellste Verbindung von einem Ort zum anderen sorgen dafür, dass Stadtbewohner künftig trotz wachsender Verkehrsdichte bequem ihre Ziele erreichen.

"Das Car-Sharing-Programm mit der Onboard-Unit ist für uns der Beweis, dass Siemens das Thema 'Elektromobilität' nicht nur auf das Elektroauto an sich bezieht, sondern auf ein modernes vernetztes Verkehrssystem. Darauf wird es in Metropolen wie Berlin in Zukunft ankommen, denn sonst nehmen Verkehrsdichte und CO2-Ausstoß immer weiter zu", sagte die Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser vom fördernden Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz & Reaktorsicherheit BMU anlässlich der Übergabe des Elektroauto-Pools bei Siemens.

Die Elektroautos in Berlin, Siemens-intern "movE" genannt, wurden auf der Basis des Opel Agila vom Systemintegrator German E-Cars GmbH geliefert und werden von der Sixt Leasing AG betreut und gewartet.

Siemens hat als konsequenten Schritt zur Umsetzung einer umfassenden Elektromobilität das Pilotprojekt 4-S (For Sustain-electromobility) ins Leben gerufen. Das Pilotprojekt wird von der globalen Forschung (Corporate Technology) der Siemens AG gesteuert. In diesem Projekt werden die unterschiedlichsten Technologien und Anwendungen wie Ladeinfrastruktur, Antriebstechnik und Kommunikationssysteme zu einem ganzheitlichen System zusammengesetzt und im Alltag erprobt.

Hierfür hat Siemens im November 2010 in der so genannten Phase 1 an den Siemens-Standorten in München und Erlangen 20 Mitarbeitern einen movE übergeben. In der nun in Berlin beginnenden Phase 2 wird das Konzept durch das Car-Sharing-Prinzip erweitert, um das Zusammenspiel der unterschiedlichsten Technologien von Elektroauto und der dazugehörigen Infrastruktur weiter zu verbessern.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.siemens.com/presse/elektromobilitaet