22.11.2005

Siemens AG Medical Solutions

Siemens stellt das erste Dual-Source-CT-Gerät der Welt vor

Der Somatom Definition
Schneller als jeder Herzschlag: Mit dem Somatom Definition hat Siemens das erste Dual-Source-Computertomographiesystem (DSCT) der Welt entwickelt. Das Gerät verfügt über zwei Röntgenstrahler und zwei Detektoren, was klinische Aufnahmen mit nicht gekannter Geschwindigkeit möglich macht. Selbst von rasch oder unregelmäßig schlagenden Herzen fertigt der Somatom Definition Bilder in höchster Qualität und Detailgenauigkeit – und dies mit nur noch der halben Strahlendosis als bei bisherigen Systemen.

Der Somatom Definition erfüllt sämtliche Anforderungen an ein vielseitig einsetzbares Gerät für die Bildgebung in der Akutversorgung, wozu auch die Befundung von Patienten mit akuten Brustkorb- oder Bauchschmerzen sowie mit Verdacht auf Schlaganfall gehört. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und Detailgenauigkeit erlaubt der neue CT sicherere und schnellere Diagnosen als je zuvor – unabhängig von Größe, Statur und gesundheitlichem Zustand des Patienten. Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz sind bei dem System nicht mehr nötig. Auch die Erkennung und Bewertung von Plaques, den Vorboten der koronaren Herzkrankheit, sind deutlich einfacher.

Des Weiteren verfügt das System aufgrund seiner zwei Röntgenröhren über Fähigkeiten, die bisher in der diagnostischen Bildgebung nicht existierten. Dazu zählt die Möglichkeit, gleichzeitig Scans mit unterschiedlichen Energiestufen pro Röhre durchzuführen, so dass zwei Datensätze mit unterschiedlichen Patienteninformationen erzeugt werden. Auf diese Weise können Gewebe und Flüssigkeiten dargestellt und gleichzeitig Gefäße, Knochen und Weichteile besser differenziert werden.

Rasante Geschwindigkeit, beste Bildqualität
Der Somatom Definition ist durch die gleichzeitige Nutzung von zwei Röntgenröhren und zwei Detektoren deutlich schneller als jede bestehende CT-Technologie. Bei einer Rotationszeit von 0,33 Sekunden pro Umdrehung kann die EKG-synchronisierte Bildgebung mit einer temporalen Auflösung von 83 ms durchgeführt werden – und dies unabhängig von der Herzfrequenz. Dadurch werden artefaktfreie Herzaufnahmen bei allen Patienten möglich.

Das neue CT-System von Siemens verfügt über einen Gantrydurchmesser von 78 cm und einen Scanbereich von 200 cm, wodurch die Untersuchung für den Patienten angenehmer und für den Arzt effizienter ist, da ein größerer Teil des Körpers in kürzerer Zeit aufgenommen werden kann. Es ist ausgestattet mit der z-Sharp-Technologie, der Röntgenröhre Straton und den CARE-Lösungen zur Dosisreduktion, mit denen sich Siemens in der Medizin bereits einen Namen als innovatives Unternehmen gemacht hat. Damit verfügt der Somatom Definition über alle Werkzeuge, die für einen neuen Goldstandard in der früheren Erkennung, schnelleren Befundung und genaueren Nachuntersuchung von Krankheitsstadien in der CT-Bildgebung erforderlich sind.

„Siemens hat sich seit langem der Entwicklung von Produkten verschrieben, die die Zukunft der Medizin mitbestimmen werden. Mit der heutigen Ankündigung definieren wir die Möglichkeiten der CT neu und setzen einen Maßstab, an dem die Branche sich orientieren wird“, sagte Prof. Dr. Erich R. Reinhardt, Mitglied des Vorstands der Siemens AG und Vorsitzender des Bereichsvorstandes von Siemens Medical Solutions. „Mit über 55 Millionen durchgeführten Untersuchungen in den USA jährlich spielt die CT bei der Erkennung von Krankheiten ohnehin schon eine sehr große Rolle. Mit dem Somatom Definition können Ärzte die CT-Technologie jetzt in neuen Forschungsbereichen einsetzen, noch mehr Patienten von den Vorzügen der CT profitieren lassen sowie Krankheiten früher und kosteneffektiver diagnostizieren.“

Enge Partnerschaften mit führenden Einrichtungen auf der ganzen Welt
Die enge Zusammenarbeit zwischen Siemens und führenden medizinischen Einrichtungen auf der ganzen Welt war die Grundlage dafür, dass der Somatom Definition genau auf die heutigen und zukünftigen Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten werden konnte. Das erste System wurde im Oktober 2005 an der Universität Erlangen installiert und wird für die technische und klinische Forschung, ebenso wie für die reguläre Patientenversorgung genutzt. „Das neueste CT-System von Siemens liefert besonders wertvolle klinische Daten bei Patienten, die mit akuten Brustkorbschmerzen eingeliefert werden und bei denen der Verdacht auf eine koronare Herzerkrankung besteht“, so Dr. Stephan Achenbach, Privatdozent für Kardiologie an der Universität Erlangen. „Wir gehen davon aus, dass der Somatom Definition eine wesentliche Rolle selbst in sehr herausfordernden Umgebungen, wie z. B. in der Notaufnahme, spielen wird“, sagte Professor Werner Bautz, Direktor des Radiologischen Instituts am Universitätsklinikum Erlangen.

Die nächsten Installationen werden Anfang 2006 im Klinikum Großhadern in München, an der Mayo Clinic in Rochester im US-Bundesstaat Minnesota, an der Cleveland Clinic Foundation in Ohio und am Medical Center der New York University erfolgen. „Die schnelle Reaktion weltweit führender Gesundheitseinrichtungen, die das Eintreffen der neuesten diagnostischen Technologie in ihren Instituten kaum erwarten können, bestätigt die führende Rolle, die Siemens in der Entwicklung fortschrittlicher Lösungen inne hat“, erläuterte Klaus Kleinfeld, der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG. „Siemens ist der Innovation verpflichtet, und wir investieren weiterhin in Forschung und Entwicklung, die letztlich Zukunftsversprechungen erfüllen wird.“

Siemens Medical Solutions (Med) ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Der Bereich steht für innovative Produkte und Komplettlösungen sowie für ein umfangreiches Angebot von Dienst- und Beratungsleistungen. Abgedeckt wird das gesamte Spektrum über bildgebende Systeme für Diagnose und Therapie, die Elektromedizin und die Audiologie bis hin zu IT-Lösungen. Mithilfe dieser Lösungen ermöglicht Med seinen Kunden, sichtbare Ergebnisse sowohl im klinischen, als auch im administrativen Bereich zu erzielen – so genannte „Proven Outcomes“. Innovationen aus dem Hause Siemens optimieren Arbeitsabläufe in Kliniken und Praxen und führen zu mehr Effizienz in der Gesundheitsversorgung. Med beschäftigt weltweit rund 33 000 Mitarbeiter und ist in 120 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2005 (30. September) erzielte Med einen Umsatz von 7,6 Mrd. € sowie einen Auftragseingang von 8,6 Mrd. €. Das Bereichsergebnis betrug rund 1 Mrd. € (vorläufige Zahlen). Weitere Informationen unter: www.siemens.com/medical