Viele ältere Menschen kennen dieses Gefühl: Manches wird vergessen, andere Denkleistungen fallen immer schwerer. Steckt dahinter womöglich ein Morbus Alzheimer? Die Abgrenzung des Morbus Alzheimer von leichten kognitiven Einschränkungen (mild cognitive impairment: MCI) ist daher eine wichtige Frage in der Neurologie.

Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Edmond Teng vom Alzheimer Disease Center an der David Geffen School of Medicine, University of California, Los Angeles, USA, haben jetzt einen bestimmten Fragebogen – den „Functional Activities Questionnaire: FAQ“ – darauf hin untersucht, ob er die Alzheimer-Erkrankung von der MCI unterscheiden kann. Ihre Untersuchungen stellten sie auf dem 131. Jahreskongress der “American Neurological Association” (ANA) vor.

65 gesunde Personen, 42 Personen mit MCI und 22 Patienten mit einem Morbus Alzheimer absolvierten diesen Test, der aus zehn Aufgaben des täglichen Lebens besteht. Jeweils die Betreuer beziehungsweise Angehörigen der Probanden wurden gebeten, pro Aktivität eine Punktzahl von null bis drei zu vergeben. Zu den untersuchten Aktivitäten gehören zum Beispiel: „Kann einen Scheck ausstellen“, „Kann alleine einkaufen gehen“ oder „Findet alleine aus dem Haus/Wohnung und dem Viertel hinaus und findet auch wieder zurück“.

Tatsächlich unterschieden sich die erreichten Punktzahlen aller drei Probandengruppen signifikant voneinander: Interessanterweise zeigte sich bei der statistischen Analyse, dass vor allem eine der Aufgaben dazu geeignet ist, zwischen einer MCI und dem Morbus Alzheimer zu unterscheiden: Nämlich die Fähigkeit, selbstständig den eigenen Transport aus dem Viertel oder der Nachbarschaft nach draußen zu organisieren und auch wieder selbstständig nach Hause zurück zu finden.

MEDICA.de; Quelle: American Neurological Association (ANA) 131st Annual Meeting Abstract S-20