Kaposi-Sarkom ist ein Krebstyp, der meist auf die Haut von Empfängern von Transplantaten beschränkt ist und tödlich verlaufen kann. Transplantatempfänger haben eine 500 Mal größere Wahrscheinlichkeit, diesen Krebs zu entwickeln, als die Allgemeinbevölkerung. Wahrscheinlich liegt das an einigen Immunsuppressiva wie zum Beispiel Cyclosporin.

In dieser Studie wurden 15 Nierentransplantations-Patienten mit Kaposi-Sarkomen diagnostiziert, während sie die Immunsuppressiva Cyclosporin und Mycophenolat-Mofetil (MMF) erhielten. Nach der Diagnose wurde die Verabreichung von Cyclosporin und MMF eingestellt und die Patienten erhielten stattdessen Sirolimus in der üblichen Dosis für Empfänger von Nierentransplantaten. Innerhalb eines Monats begannen die Hautläsionen bei 12 der 15 Patienten zu verschwinden, und nach drei Monaten waren alle Patienten klinisch und histologisch von Läsionen frei. Darüber hinaus gab es keine akuten Abstoßungen und sechs Monate nach der Studie war kein erneutes Auftreten von Kaposi-Sarkom bei den mit Sirolimus behandelten Patienten festzustellen.

Nach Auskunft der Wissenschaftler bedeutet dies, dass die Ärzte wohl eine alternative Immunsuppressiv-Therapie anbieten können, die die transplantierte Niere des Patienten vor Abstoßung schützt und den Verlauf dieser Art von Hautkrebs stoppt.

MEDICA.de; Quelle: New England Journal of Medicine 2005, Vol. 352, S. 25-31