MedTech-Branche: Social Media immer wichtiger

05.06.2013
Foto: Social Media

Einer BVMed-Umfrage zufolge wird die Nutzung von Social Media in der Med-
Tech-Branche immer wichtiger. Vor allem werden sie zur Unternehmens-
kommunikation und Imagepflege genutzt; © panthermedia.net/Ivelin Radkov

Die Nutzung von Social Media gewinnt für die MedTech-Unternehmen weiter an Bedeutung. 70 Prozent halten das Thema für sehr wichtig beziehungsweise wichtig. Im Vorjahr waren es nur 58 Prozent.

31 Prozent der Unternehmen verfügen mittlerweile über eine interne Social Media-Guideline. Das geht aus einer Umfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) hervor. An der Umfrage beteiligten sich 81 BVMed-Mitgliedsunternehmen. "Social Media wird in erster Linie zum Verbreiten eigener Meldungen und zum Dialog genutzt. Stark im Kommen ist aber die Nutzung als Monitoring-Tool", sagt BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.

Bei den Social Media-Kanälen, die von den Unternehmen bereits genutzt werden, liegt Youtube (62 Prozent) wie im Vorjahr vor Facebook (52 Prozent), Xing (48 Prozent) und Twitter (31 Prozent). 14 Prozent der Unternehmen bieten einen eigenen Blog an.

Social Media wird in den Unternehmen der Medizintechnologie vorrangig von der Unternehmenskommunikation für die Imagepflege genutzt (59 Prozent). Zu Marketingzwecken bzw. zur Begleitung einer Produkteinführung nutzen 53 Prozent Social Media-Kanäle. Eine wachsende Bedeutung spielen die neuen Netzwerke für die Personalrekrutierung (33 Prozent). Kundenservice (13 Prozent) und die interne Kommunikation (9 Prozent) stagnieren dagegen auf niedrigem Niveau.

Als Haupthinderungsgrund gegen eine stärkere Nutzung von Social Media geben die Unternehmen das Fehlen entsprechender Ressourcen (59 Prozent) und die Sorge vor Kontrollverlust (43 Prozent) an.

18 Prozent der Unternehmen haben mittlerweile eine gesonderte Social Media-Strategie. Im Vorjahr waren es nur 12 Prozent. 31 Prozent der Unternehmen verfügen über eine interne Social Media-Richtlinie beziehungsweise Guideline.

Nach Ansicht des BVMed eröffnen Social Media-Kanäle den Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Zielgruppen in einen unmittelbaren Dialog zu treten. Sie können in vielen Unternehmensaufgaben unterstützen: von der Kommunikation mit Medien, Meinungsführern und Kunden, in Marketing und Vertrieb, in Recruiting und Employer Branding bis hin zur Erschließung neuer Zielgruppen und zur Einbeziehung von Nutzern bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

„Neben diesen vorrangigen Unternehmenszielen sollten die wichtigsten Funktionen von Social Media nicht vergessen werden – die Kommunikation und die Interaktion, kurz: der Dialog“, so BVMed-Kommunikationsleiter Manfred Beeres.

MEDICA.de; Quelle: BVMed