Software zur Diagnose von Demenz

Foto: PET-Aufnahme eines normalen Gehirns

Demenz ist auf zweidimensionalen
Bildern nur schwer erkennbar;
© NCI Visuals Online

Die Software analysiert Aufnahmen des Gehirns und untersucht sie auf die jeweils typischen Muster unterschiedlicher degenerativer neurologischer Erkrankungen des Patienten. Diese Muster werden dann mit einer Datenbank mit krankheitsspezifischen Referenzaufnahmen abgeglichen. Als Ergebnis wird das Maß der Befundübereinstimmung mit dem jeweils typischen Befund bei verschiedenen Demenzerkrankungen in Prozent ausgegeben.

Die häufigsten Demenzerkrankungen sind die Alzheimersche Krankheit, die Lewy-Körperchen-Demenz und die Frontotemporale Demenz. Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit dem Zucker F-18-Fluordesoxyglukose (FDG) ist ein besonders gutes Verfahren zu ihrer Diagnose.

Die PET-FDG liefert dreidimensionale Bilder der Gehirnaktivität. Denn um die verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen zu diagnostizieren, ist der Nachweis der charakteristischen Veränderungen der Gehirnaktivität notwendig. Da diese Veränderungen insbesondere im Frühstadium relativ klein sind, erfordert die Interpretation der PET-Bilder zudem ein hohes Maß an Expertise und Erfahrung.

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat die Software im letzten Jahr im klinischen Einsatz getestet. "Die Ergebnisse sind exzellent", sagt Doktor Ralph Buchert von der Klinik und Poliklinik für Nuklearmedizin des UKE. "Die Software ist einfach zu bedienen und das Ergebnis liegt innerhalb weniger Minuten in gut verständlicher Form vor. Beim Vergleich mit der Beurteilung der Bilder durch einen erfahrenen Experten lieferte die Software in 98 Prozent der Fälle ein übereinstimmendes Ergebnis."

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf