Soni Pullamsetti von Baumgart-Stiftung geehrt

Soni Pullamsetti
© Universität Gießen

Die Absolventin des Graduiertenkollegs "Molecular Biology and Medicine of the Lung" des Lungenzentrums Gießen überzeugte die unabhängigen Sachverständigen mit ihrer Grundlagenarbeit, mit der sie neue Hinweise auf die molekularen Ursachen des Lungenhochdrucks lieferte und damit einen Ausgangspunkt für neue mögliche Therapieansätze schuf.

Unter der Leitung von Dr. Ralph Schermuly gelang es Soni Pullamsetti in einer Pilotstudie erstmals die Erkenntnisse der Arbeitsgruppe aus tierexperimentellen Untersuchungen auf den Menschen zu übertragen. "Viele wissenschaftliche Arbeiten belegen die zentrale Bedeutung des Gases Stickstoffmonoxid (NO) in den Blutgefässen der Lunge. Es weitet die Blutgefässe und fördert so die Durchblutung und den lebenswichtigen Gasaustausch der Lunge.

Beim Lungenhochdruck ist die Aktivität von NO herabgesetzt, ohne dass die genaue Ursache hierfür bekannt ist." So erklärt die Wissenschaftlerin das Ziel ihrer Grundlagenarbeit mit klinischem Bezug. NO steht in einem kontinuierlichen Gleichgewicht mit seinem Gegenspieler ADMA (Asymmetrisches Dimethylarginin), das die Blutgefässe eng stellt.

In ihrer jetzt ausgezeichneten Publikation konnte die 29-Jährige die Schlüsselrolle eines wichtigen Enzyms in dieser Reaktion beschreiben. Sie fand, dass der Gehalt an DDAH-2 (Dimethyl-arginin-dimethyl-aminohydrolasen) sowohl beim tierexperimentell erzeugten Lungenhochdruck, als auch bei Patienten mit Lungenhochdruck erniedrigt ist.

Die DDAH-2 bewirken den Abbau des NO-Hemmers ADMA. Diese Enzyme sind noch nicht sehr lange bekannt, es ist erstmals 1993 beschrieben worden. Nun könnte es sich als Schlüsselenzym in der Behandlung des Lungenhochdrucks erweisen.

Der jährlich ausgeschriebene mit 5.000 Euro dotierte Preis honoriert Forschungsarbeiten, die sich klinisch oder experimentell mit dem Krankheitsbild der Pulmonalen Hypertonie beschäftigen.

MEDICA.de; Quelle: Justus-Liebig-Universität Gießen