16.03.2005

Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V. (VKD)

Sorge um die Liquidität der Krankenhäuser

"Der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e. V. (VKD) beobachtet stets zeitnah die Situation der deutschen Krankenhäuser vor dem Hintergrund der aktuellen Veränderungen. Die Berichte vieler Kollegen aus den Krankenhäusern über Probleme bei der Umstellung auf das DRG-System häufen sich. Ein gravierendes finanzielles Problem ergibt sich aus der Überarbeitung des DRG-Kataloges 2005 und der damit verbundenen deutlichen Absenkung des CMI. Diese beträgt nach Feststellung des InEK über 5 %; dadurch und durch weitere Faktoren gibt es in der Praxis Erlösrückgänge bis zu 18 %. Da die Krankenhäuser ihre Rechnungen auf der Grundlage des hausindividuellen Basisfallwertes 2004 abrechnen, entstehen in vielen Fällen Liquiditätsengpässe. Von dieser Entwicklung im besonderen Maße betroffen sind natürlich die Häuser, die ohnehin schon einen vergleichsweise niedrigen Basisfallwert aus 2004 abrechnen."

Mit diesem Hinweis auf die bedrohliche finanzielle Situation vieler Krankenhäuser hat sich Heinz Kölking, Präsident des VKD, nach der Präsidiumssitzung unseres Verbandes Anfang März an den Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder im Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung gewandt.

Die Notwendigkeit der Abrechnung der bisherigen Basisfallwerte auf der Grundlage des neuen Fallpauschalenkatalogs wird bei einigen Krankenhäusern zu massiven Liquiditätsproblemen führen, die diese nicht verkraften können.

Vor diesem Hintergrund fordert der VKD erneut mit Nachdruck, daß Verzögerungen bei der Vereinbarung der Landesbasisfallwerte nicht hingenommen werden dürfen. In Übereinstimmung mit der Position der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) erwarten wir die Festlegung eines vorläufigen Landesbasisfallwerts durch das BMGS, falls in dem jeweiligen Bundesland nunmehr weder eine Vereinbarung vorliegt noch die Schiedsstelle angerufen wurde. Nur so kann erreicht werden, daß ca. ab Mai 2005 Verhandlungen über das Budget 2005 aufgenommen werden können. In der Zwischenzeit ist die politische Unterstützung des Ministeriums für diejenigen Krankenhäuser erforderlich, die vor Ort Vereinbarungen abschließen wollen, um akute Liquiditätskrisen zu vermeiden.