Das hat eine Studiengruppe unter der Leitung von Dr. Finn Rasmussen vom Karolinska Institute, Stockholm, herausgefunden. Aus den Daten des “Swedish Military Service Conscription Register”, des “Population and Housing Census” und des “Cause of Death Register“ ermittelten sie den Zusammenhang zwischen BMI und Suiziden.

Daten von 1.299.177 schwedischen Männern flossen in diese Studie ein. Alle waren zwischen 1968 und 1999 für den Wehrdienst beim schwedischen Militär gemustert worden. Im Alter von 18 und 19 Jahren bestimmte man deren Body Mass Index und verfolgte die ehemaligen Wehrpflichtigen bis zu 31 Jahre lang nach.

Die Selbstmordrate lag demnach bei 16,2 Fällen pro 100.000 Männer bei einem durchschnittlichen Lebensalter von 30 Jahren zum Zeitpunkt des Selbstmords. Pro fünf Punkten Zuwachs beim BMI sank das Selbstmordrisiko um 15 Prozent.

Die Studienleiter fragten sich auch, ob der Zusammenhang zwischen dem BMI und Selbstmorden mit zunehmendem Alter abnimmt. Das ist allerdings nicht der Fall. Auch mehr als zehn Jahre nach der Messung des BMI beim jungen Rekruten war der negative Zusammenhang zwischen BMI und Selbstmordrisiko noch nachweisbar.

Nachweisbar war der Zusammenhang auch dann noch, als man jene Männer, die bei der Musterung im Alter von 18 und 19 Jahren psychisch auffällig waren, aus der Studie ausschloss.

Die schwedischen Wissenschaftler schließen aus ihrer Studie, dass es wohl bestimmte Faktoren geben müsse, die sowohl den BMI beeinflussen als auch die Ätiologie psychischer Erkrankungen, die schließlich zum Selbstmord führen können. Dass Patienten nach Ausbruch einer psychischen Erkrankung an Gewicht verlieren, kann diesen Zusammenhang jedenfalls nicht erklären.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Epidemiology 2006, Vol. 163, S. 1-8