05.08.2008

GHE - German Healthcare Export Group e.V.

Spezielle Workshops verhindern Wundliegen der Patienten während der Operation

RASTATT. Das unter anderem auf die Ausstattung von Operationssälen spezialisierte Unternehmen MAQUET zeigt OP-Personal, OP-Fachpersonal, Anästhesiekräften und Ärzten in praxisorientierten OP-Workshops die korrekte Patientenlagerung und Nutzung von unterschiedlichen Lagerungshilfen.

Druck und Zeit sind die zwei Faktoren, die bei der Entstehung eines Dekubitus eine erhebliche Rolle spielen. Besonders das Pflegepersonal in Altenheimen und Krankenhäusern ist mit diesem Problem konfrontiert. Doch auch bei - insbesondere mehrstündigen - Operationen wie einem neuro- oder herzchirurgischen Eingriff, können massive Schädigungen der Haut und des darunter liegenden Gewebes verursacht werden. Ein Dekubitus entsteht, wenn die Dauerbelastung auf bestimmte Hautpartien zu groß wird und es zu einer Unterversorgung der Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen kommt. Begünstigt wird dieses durch die bei einer Operation niedrige Körpertemperatur, zum Beispiel während eines herzchirurgischen Eingriffs, des Patienten und dessen fixierte Lage auf dem Operationstisch. Zur Dekubitus-Risikogruppe zählen besonders ältere, kachetische Patienten, Diabetiker und vorgeschädigte Personen.

Die optimale Polsterung des Operationstisches, Lagerungshilfen und spezielle Patientenlagerungstechniken tragen zu einer aktiven Dekubitusprophylaxe im Operationssaal bei. Die Dozenten sind Klinikfachleute, die sich auf die Dekubitusprophylaxe in ihren jeweiligen Fachgebieten spezialisiert haben.
Neben theoretischen Vorträgen zu Prophylaxe, Lagerungstechniken, Hilfsmitteln und rechtlichen Inhalten, werden die Teilnehmer eingeladen, mittels eigener Erfahrung in die Rolle des Patienten zu schlüpfen.

„Wir wollen, dass die Teilnehmer am eigenen Körper spüren, was es heißt, zehn Minuten in der gleichen Position zu liegen, ohne sich zu bewegen oder aber falsch gelagert zu sein“, so Elisabeth Schulze Twenhöven, die das Training für die jeweils zweitägigen Veranstaltungen koordiniert und leitet.
Der Bedarf auf das einzigartige praxisorientierte Workshop-Angebot spiegelt sich in den steigenden Teilnehmerzahlen wider. Bis zu 50 OP-Fachkräfte - vom OP-Personal bis zur Anästhesiekraft arbeiten alle am Patienten - nehmen pro Workshop teil, welcher inzwischen acht bis zehn Mal pro Jahr angeboten wird.