Bild: Eine Sportgruppe 
Studien scheinen das Sprichwort
"Sport ist Mord" zu widerlegen
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Der Blutdruck wird durch körperliches Training günstig beeinflusst, ebenso wie das Diabetes-Risiko: In einer Studie an 522 Patienten mit einer krankhaften Glukosetoleranz zeigte eine Intervention mit aerobem Training und Gewichtsverringerung gegenüber herkömmlicher Behandlung innerhalb von vier Jahren eine Verringerung des Auftretens von Diabetes von 58 Prozent, berichtet Prof. Dr. Rainer Hambrecht vom Herzzentrum Bremen.

Intensives körperliches Training bringt bereits nach vier Wochen eine deutliche Verbesserung der Fähigkeit zur Erweiterung der erkrankten Herzkranzgefäße durch eine Verbesserung der Funktion der Gefäßinnenschicht. Prof. Hambrecht: "Diese gefäßschützenden Trainingseffekte sind gekoppelt mit einer Verbesserung der Durchblutung der Herzmuskulatur und mit einer Abnahme von Brustschmerzen."

Große Aufmerksamkeit, so Prof. Hambrecht, erfährt derzeit der Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Gefäßneubildung durch Befunde, nach denen körperliches Ausdauertraining zu einer Mobilisierung von Vorläuferzellen aus dem Knochenmark führen: "Diese Zellen besitzen die Fähigkeit, sich in den vom Herzinfarkt geschädigten Arealen anzusiedeln und dort eine Gefäßneubildung hervorzurufen."

Inzwischen wurden auch die Effektivität körperlicher Aktivität bei chronischer Herzmuskelschwäche belegt: In der EXTRA-MATCH Studie mit insgesamt 801 Patienten zeigte sich eine signifikante Verringerung des relativen Risikos der Gesamtsterblichkeit um 35 Prozent sowie der Häufigkeit von Krankenhauseinweisungen um 28 Prozent. Prof. Hambrecht: "Sport als Therapie sollte genauso wie die medikamentöse Therapie mit klaren Anwendungsgebieten in individuell angepasster Dosierung unter ärztlicher Verlaufkontrolle angewendet werden."

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V