Bild: Frauen beim Step-Aerobic 
Sport tut scheinbar in jedem
Alter gut; © Pixelio.de

Das zeigt eine Studie, die jetzt beim „54th annual meeting of the American College of Sports Medicine“ vorgestellt wurde. Es hat schon mehrere Studien gegeben, die einen Zusammenhang zwischen Sport und Mortalität nachgewiesen haben. Doch nach Aussagen des Studienleiters Dr. Michael Leitzmann, einem Epidemiologen am National Cancer Institute in Bethesda, Maryland, USA, ist dies die erste Untersuchung, die diesen Zusammenhang klar herstellt und auch dessen Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren analysiert. Außerdem ist dies eine der größten Studien zu diesem Thema.

559.898 Amerikaner nahmen zwischen 1995 und 2005 daran teil. Alle waren zwischen 50 und 71 Jahre alt und füllten zu Beginn der Studie einen umfangreichen Fragebogen zu ihren körperlichen und sportlichen Aktivitäten aus. Mit Hilfe der Datenbanken „Social Security Administration Death Master File” und “National Death Index Plus“ konnten die Studienleiter dann abgleichen, wer während des Nachverfolgungszeitraums aus der Untersuchungsgruppe verstorben war.

Während 5.094.780 Personenjahren verstarben 20.517 Frauen und 46.381 Männer. Der Abgleich mit den Sportdaten zeigte: Frauen, die sich ein bis drei Mal pro Monat mindestens 20 Minuten lang körperlich stark bewegten beziehungsweise Sport trieben, hatten im Vergleich zu sportabstinenten Frauen ein relatives Motrtalitätsrisiko von 0.76. Bei ein bis zwei Mal pro Woche sank das Risiko auf 0.72 beziehungsweise 0.65 und 0.63 bei drei bis vier Sporteinheiten pro Woche beziehungsweise mehr als fünf pro Woche. Die entsprechenden relativen Risiken für Männer: 0.76, 0.68, 0.61 und 0.57.

Dieser Nutzen wurde weder durch das Alter noch das Geschlecht beziehungsweise den Body-Mass-Index (BMI) beeinflusst. Lediglich Probanden, welche an chronischen Krankheiten litten, hatten in den ersten fünf Jahren des Nachbeobachtungszeitraums einen größeren Nutzen als danach.

MEDICA.de; Quelle: American College of Sports Medicine (ACSM) 54th Annual Meeting Abstract NR 1560