Stabilisator vereinfacht Eingriff

Bypass-Operationen am schlagenden Herzen zählen zu den herzchirurgischen Standard-Eingriffen. Vom erfahrenen Chirurgen durchgeführt, haben sie sich besonders bei Patienten mit fortgeschrittener koronarer Herzerkrankung (KHK) bewährt, für die der Einsatz der Herz-Lungen-Maschine ein hohes Komplikationsrisiko bedeutet.

"Für den Operateur bedeutet diese Innovation eine erhebliche Erleichterung, die Eingriffszeit kann weiter reduziert werden“, erläutert Prof. Dr. Jan Gummert, Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurge am HDZ NRW. Bereits ein Drittel aller Operationen in Bad Oeynhausen werden ohne Einsatz der Herz-Lungen-Maschine durchgeführt.

"Diese Entwicklung geht Hand in Hand mit dem Anstieg immer älter werdender Patienten, die zunehmend an schweren Begleiterkrankungen leiden“, sagt Gummert. "Schonende und minimal-invasive Eingriffe sind hier die Methoden der Wahl. Auch die Medizintechnik ist gefordert, diese Verfahren weiter zu verbessern."

Der neue Stabilisator ist bisher nur in Brüssel und anschließend in Bad Oeynhausen im klinischen Einsatz getestet worden.
„Dass derartige Geräte zunächst in Bad Oeynhausen getestet werden, unterstreicht die Rolle des HDZ NRW als führendes innovatives kardiochirurgisches Zentrum in Deutschland“, so Gummert.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum - Herz- und Diabeteszentrum NRW Bad Oeynhausen