Einige Studien haben gezeigt, dass die Implantation von Stammzellen die kardiale Funktion verbessern kann. Die Stammzellen reparieren geschädigtes Myokardgewebe. In einer Studie wollten Wissenschaftler nun herausfinden, ob die intrakoronare Transplantation von autologen mononuklearen Zellen aus dem Knochenmark (bone marrow-derived mononuclear cells: BMMCs) Patienten mit einem chronischen Herzversagen helfen kann.

28 Patienten wurden mit medikamentöser Standardtherapie gegen ihre Herzinsuffizienz behandelt. 14 von ihnen erhielt zudem eine Transplantation mit BMMC, die man zuvor aus den Patienten gewonnen hatte.

Drei Tage nach Beginn der Behandlung waren alle 14 Patienten unter BMMC-Behandlung frei von Beschwerden. Eine Woche nach der Behandlung beziehungsweise drei Monate später hatte sich die kardiale Auswurffraktion um 9,2 Prozent beziehungsweise 10,5 Prozent verbessert. Das linksventrikuläre endsystolische Volumen sank dagegen und die Spiegel des „brain natriuretic peptide“ ebenfalls. Es stiegen dagegen die Spiegel des „atrial natriuretic peptide“. Außerdem starb niemand in der Transplantationsgruppe.

In der Kontrollgruppe, die lediglich medikamentös behandelt worden war, verbesserten sich die Beschwerden dagegen nicht. Drei Monate nach Behandlungsbeginn war die Auswurffraktion sogar noch um 7,2 Prozent gesunken im Vergleich zum Ausgangswert. Sechs Monate nach Beginn der Studie waren zwei der Patienten aus der Kontrollgruppe verstorben.

Dies ist nach Angaben der Studienautoren die erste Untersuchung, die den Nutzen der intrakoronaren Transplantation von BMMC nachweist. Vermutlich kann diese Behandlung auch das Leben betroffener Patienten verlängern. Das müssen aber weitere Studien zeigen.

MEDICA.de; Quelle: American Journal of Cardiology 2006, Vol. 98, S. 597-602