Statt Medikation hilft auch Meditation

Mehr Ruhe statt hohe Dosis an
Medikamenten;©PixelQuelle

Das Ergebnis der Würzburger Mediziner Wolfram Voelker, Paul Manikonda, Stefan Störk und Simone Toegel gilt nur für Patienten, deren Bluthochdruck leicht bis mittelschwer und durch Stress bedingt ist. Außerdem nahmen die Versuchspersonen freiwillig an der Studie teil, standen der Meditation also aufgeschlossen gegenüber.

52 Blutdruck-Patienten wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Meditationsgruppe zugeteilt oder einer Gruppe, die nicht meditierte. Erstere absolvierte unter Anleitung eine christlich geprägte, ganzheitliche kontemplative Meditation und übte spirituelle Atemtechniken ein.

Nach vier Wochen Einführung und weiteren vier Wochen Meditation war der Blutdruck der Teilnehmer so stark gesunken, "wie man es sonst nur mit Medikamenten hinbekommt", sagt der Professor von der Medizinischen Universitätsklinik. "Die Patienten fühlten sich außerdem besser, weil es keine Nebenwirkungen gab, wie sie bei Medikamenten nicht selten auftreten."

Die blutdrucksenkende Wirkung der Meditation war insbesondere auch unter den Bedingungen eines Stress-Tests nachweisbar, der in der Uniklinik durchgeführt wurde. Bei der Gruppe, in der nicht meditiert worden war, blieb der Blutdruck dagegen unverändert hoch.

"Womöglich werden die bei Hochdruck-Patienten zusammengezogenen und dadurch verengten Blutgefäße durch einen positiven Effekt der Meditation auf das vegetative Nervensystem entspannt. Denkbar ist auch, dass das Gehirn unter dem Einfluss der Meditation die Ausschüttung von Stresshormonen drosselt", so Voelker.

Menschen, die an schweren Formen des Bluthochdrucks leiden, müssen täglich bis zu fünf verschiedene Arzneimittel nehmen. Mit Hilfe der Meditation ließe sich diese Menge vielleicht verringern, hoffen die Wissenschaftler.

MEDICA.de; Quelle: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg