Das Robert Koch-Institut hat diese in Kooperation mit dem Bernhard-Nocht-Institut jetzt in überarbeiteter Auflage veröffentlicht. Diese richtet sich vorrangig an Mediziner, die von Patienten nach Tropenreisen aufgesucht werden. Die Steckbriefe informieren kurz, aber umfassend über Infektionskrankheiten, die selten nach Deutschland eingeschleppt werden, und geben Hinweise zur differenzialdiagnostischen Abgrenzung. "Das ist eine wichtige Unterstützung für die Ärzte, damit auch seltene Erkrankungen rasch erkannt und richtig behandelt werden", sagt Reinhard Kurth, Präsident des Robert Koch-Instituts.

Die insgesamt 84 Steckbriefe sind gegliedert nach Erreger, Verbreitung, Infektionsweg, Inkubationszeit, Symptomatik, Prophylaxe, Diagnostik, Differenzialdiagnose, Therapie und gesetzliche Regelungen. Die in der Regel ein bis zwei Seiten umfassenden Informationen zu den Krankheiten sind nach Erregertypen zusammengestellt - Viren, Bakterien, Parasiten, Pilze - und zusätzlich über einen umfangreichen Index erschlossen, der auch Differenzialdiagnosen berücksichtigt.

Im Anhang werden die Ansprechpartner für den Notfall erläutert. So ist beim Auftreten von Infektionskrankheiten, die sofortige Schutzmaßnahmen vor Ort erforderlich machen, das lokale Gesundheitsamt als erster Ansprechpartner zu konsultieren. Auf Fragen zur Diagnostik sind die Nationalen Referenzzentren (NRZ) und Konsiliarlaboratorien spezialisiert. Auch im RKI steht für spezielle infektionsepidemiologische Fragestellungen, etwa die Einleitung von Erstmaßnahmen bei Seuchenalarm, eine Rufbereitschaft zur Verfügung.

Die Steckbriefe sind als Pdf-Datei auf www.rki.de abrufbar.

MEDICA.de; Quelle: Robert Koch-Institut