Steckt in bildgebenden Geräten mehr drin?

Foto: CT-Aufnahme

Das Potenzial der bildgebenden Verfahren
bleibt in der Medizin weitgehend ungenutzt;
© panthermedia.net/Yuriy Klochan

Aktuelle bildgebende medizinische Geräte sind hochkomplexe Systeme – mit moderner Hard- und Software. Bildsensoren, interne Sensoren und Bedienelemente liefern unterschiedlichste Daten. Genutzt werden Bilddaten, ihrer Bestimmung gemäß, zur Diagnose und Behandlungsplanung.

Die Potenziale der sogenannten sekundären Datennutzung bleiben ungenutzt. Können zum Beispiel die internen Nutzungsdaten eines Kernspintomographen Einfluss auf Wartungsintervalle nehmen? Warum werden diese Daten nicht ausgewertet? Weil Verwendungsmöglichkeiten, Nutzen, Aufwand und Risiken nicht klar sind? Ziel der Studie ist eine systematische Erschließung dieser Potenziale.

In der Studie wird der Themenkomplex systematisch untersucht. Sie wird entsprechend der Delphi-Methode iterativ durchgeführt: Zunächst wurden Experten befragt. Auf Basis ihrer Antworten konnten neun potenzielle neue Anwendungsszenarien extrahiert werden.

Aktuell wird eine auf diesen Interviews aufbauende Online-Umfrage durchgeführt. Sie richtet sich an Menschen, die mit oder im Umfeld von bildgebenden medizinischen Geräten arbeiten – zum Beispiel Ärzte, MTRAs, Entwickler, Servicetechniker, Vertriebler und IT-Professionals. Den Teilnehmern werden mögliche Anwendungen und Thesen zu diesen Anwendungen präsentiert. Sie haben die Aufgabe, sie jeweils aus ihrer persönlichen Perspektive zu bewerten.

Hier geht es zu der Online-Befragung.

MEDICA.de; Quelle: Ruhr-Universität Bochum