In einer Studie sollte untersucht werden, welchen Einfluss bei Frauen die Aufnahme von Beta-Karotin durch die Nahrung auf das Risiko bestimmter Krebsarten hat, die häufig bei Rauchern vorkommen, wie zum Beispiel Lungenkrebs. 59.910 Frauen nahmen seit 1994 daran teil. Zu Beginn der Studie wurden die Frauen mit Hilfe eines Fragebogen unter anderem nach ihren Nahrungsgewohnheiten, der Einnahme von Nahrungssupplementen gefragt und danach, ob sie rauchen. Je nach aufgenommener Menge von Beta-Karotin teilte man die Frauen in eine von vier Quartilen ein: die mit der niedrigsten Aufnahmen, zwei mit durchschnittlicher Beta-Karotinaufnahme und die höchste Quartile: Die umfasste Frauen, welche einschlägige Nahrungssupplemente einnahmen.

Während des durchschnittlichen Nachbeobachtungszeitraums von 7,4 Jahren traten bei 700 Frauen Karzinome auf, von denen ein Zusammenhang mit Rauchen nachgewiesen ist. Der Vergleich mit den zuvor erhobenen Daten zeigte einen interessanten Zusammenhang bei Frauen, die nicht rauchten: Jene Frauen, deren Beta-Karotinaufnahme in der höchsten Quartile lag, hatten gegenüber den Frauen in der niedrigsten Quartile ein 56 Prozent geringeres Risiko, an einem solchen Karzinom zu erkranken. In der zweiten und dritten Quartile sank das Risiko gegenüber der niedrigsten Quartile immerhin noch um 20 beziehungsweise 28 Prozent.

Völlig entgegengesetzt dagegen der Zusammenhang bei den aktuellen oder Ex-Raucherinnen: Bei ihnen steigerte eine hohe Beta-Karotinaufnahme sogar das Risiko, an Karzinomen zu erkranken, die im Zusammenhang mit Rauchen stehen: Das Risiko stieg mit aufsteigender Quartile in Bezug zur niedrigsten Quartile um 20, 43 und 114 Prozent! Allerdings verfehlte der Vergleich knapp die statistische Signifikanz.

MEDICA.de; Quelle: Journal of the National Cancer Institute 2005, Vol. 97, S. 1338-1344