Steiner-Kinder haben seltener Allergien

Ohne "Hatschi" in die Wiese
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Dies zeigt die "Prevention of Allergy—Risk Factors for Sensitization Related to Farming and Anthroposophic Lifestyle (PARSIFAL)"-Studie, an der 6.630 Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren aus fünf europäischen Ländern teilnahmen. 4.606 Kinder waren Schüler von Steiner-Schulen, die in Anlehnung an die Lehren Rudolf Steiners erzogen wurden. 2.024 Kinder dieser Studie gingen auf normale staatliche Schulen.

Die anthroposophische Lehre des Österreichers Rudolf Steiner betont unter anderem die Balance zwischen Seele, Körper und Geist. Seine Anhänger kombinieren oft die Methoden der modernen Medizin mit alternativen Heilmethoden. Antibiotika und fiebersenkende Medikamente zum Beispiel werden sehr selten eingesetzt. Die Eltern gaben in einem Fragebogen Auskunft über Infektionen ihrer Kinder, Ernährung, Kontakt mit Haustieren und anderes.

Als man die Steiner-Schüler mit den Gleichaltrigen aus den "normalen" Schulen verglich, zeigte sich ganz klar: Kinder auf Steiner-Schulen leiden seltener an Rhinokonjunktivitis, atopischen Ekzemen und atopischer Sensibilisierung.

Generell galt: Hatten Kinder während des ersten Lebensjahres Antibiotika einnehmen müssen, dann erhöhte dies das Risiko einer Rhinokonjunktivitis um fast das Doppelte, das Risiko für Asthma um das 2,8-fache und das Risiko für ektopische Ekzeme um das 1,6-fache. Der frühe Einsatz von Antipyretika erhöht das Risiko eines späteren Asthma um das 1,5-fache und das Risiko eines atopischen Ekzem um das 1,3-fache.

Kinder, die gegen Mumps, Masern und Röteln geimpft worden waren, hatten ein erhöhtes Risiko, später an einer Rhinokonjunktivitis zu erkranken.

MEDICA.de; Quelle: Journal of Allergy and Clinical Immunology 2006, Vol. 117, S. 59-66