06.11.2014

Beurer GmbH

Studie: Aktivitätssensoren wirken positiv auf die Entwicklung von Kindern mit Übergewicht

Studie: Aktivitätssensoren wirken positiv auf die Entwicklung von Kindern mit Übergewicht

Im Rahmen einer Studie* der Ulmer Universitätsklinik wurde die positive Wirkung eines Aktivitätssensors auf die Entwicklung der Körperumfänge und des Körpergewichts von Adipositas betroffenen Kindern und Jugendlichen bestätigt. Die Studie wurde während eines strukturierten ambulanten Schulungsprogramms durchgeführt. Die Beurer GmbH unterstützte diese mit der Bereitstellung von Aktivitätssensoren.

Hintergrund: Adipositas und körperliche Aktivität

Adipositas ist eine Ernährungs- und Stoffwechselkrankheit mit erkennbar starkem Übergewicht. Ursachen dieser Fettleibigkeit sind die Verbindung von falscher Ernährung und körperlicher Inaktivität. Bereits bei Eintritt ins Schulalter sinkt die körperliche Aktivität. Präventive Maßnahmen gegen Adipositas sind demzufolge neben einer gesunden Ernährung auch eine ausreichend körperliche Aktivität. Daher sollte die Steigerung der körperlichen Bewegung das Hauptziel bei der Bekämpfung von Übergewicht sein. Um diese Aktivität zu erfassen, können Pedometer oder Accelerometer hinzugezogen werden. Beurer stellte für diese Studie seinen Aktivitätssensor AS 50 zur Verfügung. Ziel der Studie ist eine dauerhafte Gewichtsstabilisierung bei noch wachsenden Kindern und Jugendlichen.

Die Untersuchung - Wirkung eines Aktivitätssensors

Im Rahmen der Studie wurden insgesamt 32 adipöse Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 8 und 16 Jahren während eines strukturierten ambulanten Adipositas Schulungsprogramms im Zeitraum von Januar 2011 bis Januar 2013 begleitet und untersucht. Der jeweilige Untersuchungszeitraum betrug acht Monate. Die Teilnehmer wurden in zwei Gruppen unterteilt: Kontrollgruppe und Interventionsgruppe. Während der Untersuchungsreihe unterzog sich die Kontrollgruppe einem ambulanten Schulungsprogramm, welches eine kindgerechte Ernährungsschulung, Bewegungs- und Verhaltenstherapie beinhaltete. Die Interventionsgruppe wurde zusätzlich in den ersten vier Monaten mit einem Beurer AS 50 Aktivitätssensor am Handgelenk ausgestattet. Hierbei erfolgte im Interventionszeitraum eine meist wöchentliche Datenauslese.

Jeweils zu Studienbeginn, Studienmitte (nach vier Monaten) und am Studienende (nach acht Monaten) wurden von einem behandelnden Arzt neben dem Körpergewicht auch die Körpergröße sowie die Bauch-, Taillen- und Oberarmumfänge der Teilnehmer gemessen.

Ergebnis der Untersuchung

Die Ergebnisse der Untersuchung bestätigen, dass sich das Tragen eines Aktivitätssensors positiv auf die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen auswirkt. Und das auch nachhaltig. Gerade während der Anwendung eines Schrittzählers war die Bewegung mehr moderater als intensiv. Hierbei wurden bei Mädchen und Jungen unterschiedliche Ergebnisse erzielt. Zu allen Zeitpunkten nahmen gerade am Bauch Jungen relativ mehr ab als Mädchen. Die durchschnittliche Schrittzahl pro Tag variierte bei Jungen und Mädchen ebenfalls. So wiesen Jungen am Tag eine durchschnittliche Schrittzahl von 13.755 Schritten auf wohingegen Mädchen einen Durchschnittswert von 11.449 Schritten erreichten. Im Allgemeinen ist aber zu sagen, dass durch den Einsatz eines Aktivitässensors bei der Interventionsgruppe eine größere relative Abnahme erfolgte als bei der Kontrollgruppe – die Visualisierung der körperlichen Aktivität durch Pedometer fördert die Motivation und steigert somit die Alltagsaktivität.

"Das Thema Prävention liegt uns sehr am Herzen – daher empfinden wir Studien wie diese als sehr wichtig und unterstützen gerne.“ So Marco Bühler, Geschäftsführer der Beurer GmbH. „So möchten wir gerade auch beim Thema Aktivität dem Kunden innovative Produkte bieten. Erst im September haben wir unseren neuen Aktivitätssensor AS 80 vorgestellt, der nun auch die Möglichkeit eines zusätzlichen persönlichen Schlaftracking bietet.“


* Dr. A. Moss und Dr.M. Wabisch (2014) Nachhaltige Wirkung eines Aktivitätssensors (Beurer AS 50) auf die Gewichtsabnahme im Rahmen eines strukturierten ambulanten Schulungsprogramms