07.09.2006

InterComponentWare AG

Studie: Gesundheitsakte LifeSensor optimiert Kommunikation in Praxisnetzen

„Wir gehören zu den fünf führenden Praxisnetzen in Deutschland, was Management, Strukturen und IT betrifft und sind stolz darauf, in allen Kategorien höchste Beurteilungen erhalten zu haben“, bringt Dr. Elmar Schmid, Initiator des Patient-Partner-Verbunds (PPV), seine Freude über das hervorragende Abschneiden seines Ärzteverbunds bei der Praxisnetzstudie 2006 der Universität Erlangen zum Ausdruck. Untersucht wurde der Reifegrad von Praxisnetzen hinsichtlich strategischer, prozessorientierter und informationstechnischer Faktoren. Besonders hervorragend schnitt der PPV, der die webbasierte Gesundheitsakte LifeSensor einsetzt, u.a. im Bereich IT und Kommunikation ab.

Die Studie des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik II der Universität Erlangen zeigt, dass sich die derzeit in Deutschland vorhandenen Praxisnetze in ihrer Ausprägung, ihrem Entwicklungsstand und den gewählten Schwerpunkten teilweise deutlich unterscheiden. Allen gemeinsam ist das Ziel, durch eine verbindliche und strukturierte Zusammenarbeit die Patientenbehandlung qualitativ hochwertiger und effizienter umzusetzen, als das bislang der Fall ist. Doch nur fünf von 90 untersuchten Netzen weisen einen hohen Gesamt-Reifegrad auf. Optimierungspotenzial sehen die Befragten vor allem in den Bereichen Informationstechnologie und Kommunikation.

Der Münchener PPV, dem 348 Haus- und Fachärzte, neun Apotheken, zehn Pflegedienste, drei Physiotherapeuten sowie drei Reha-Einrichtungen angehören, wurde in der aktuellen Studie in die Kategorie „Netzprofi“ eingestuft und schnitt dort in allen drei beurteilen Segmenten - „Informations- und Kommunikations-Systeme“, „Netzmanagementsystem“ sowie „Prozesse und Strukturen“ - auf höchstem Niveau ab. Eine Portfolio-Übersicht bescheinigt dem PPV in der Summe den höchsten Reifegrad aller untersuchten Netze.

Deutlich unterscheidet sich der PPV im Segment Informations- und Kommunikationssysteme von anderen Arztnetzen: Während in nur jedem fünften Praxisnetz der Datenaustausch zwischen den Netzpartnern systematisch und strukturiert erfolgt und in nur drei Prozent der Praxisnetze der gesamte Behandlungsprozess in einem EDV-System dokumentiert wird, geht der PPV durch den Einsatz der elektronischen Gesundheitsakte LifeSensor einen entscheidenden Schritt weiter.

In der Online-Gesundheitsakte LifeSensor finden die behandelnden PPV-Ärzte Kopien der bei anderen Verbundärzten vorhandenen Gesundheitsdaten ihrer Patienten. Dazu gehören unter anderem Diagnosen, Medikationen, Allergien, Impfungen sowie Check-Up- und Labor-Ergebnisse. So stehen den angeschlossenen Haus- und Fachärzten erstmals umfangreiche Informationen zu ihren Patienten in einer gemeinsamen Online-Datenbasis zur Verfügung. Auch Apotheker, Physiotherapeuten und Pflegekräfte können auf bestimmte Informationen in der Akte zugreifen, die für sie freigeschaltet wurden. Damit nutzt der PPV schon heute wesentliche Vorteile der digitalen Kommunikation zwischen medizinischen Leistungserbringern und Patienten, die bundesweit erst für die vierte Ausbaustufe der elektronischen Gesundheitskarte vorgesehen sind. Der Patient entscheidet als Inhaber der Online-Akte selbst, welche Mediziner auf seine Daten zugreifen, sie ändern oder löschen dürfen. Patienten, die diese Berechtigungen nicht selbst vergeben können oder wollen, haben die Möglichkeit, ihren Arzt, Apotheker oder eine sonstige Vertrauensperson mit der Vergabe der Zugriffsberechtigungen zu beauftragen.

Die Studie kann unter www.wi2.uni-erlangen.de/index.php?id=293 bestellt werden.