Stutenmilch kann bei Neurodermitis helfen

Fohlen könnten bald Konkurrenz
von Neurodermitis-Patienten be-
kommen; © PixelQuelle.de

Da Stutenmilch antibakteriell und entzündungshemmend wirkt sowie das Immunsystem aktivierende Inhaltsstoffe enthält, haben Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena getestet, wie Stutenmilch als diätetisches Lebensmittel bei die Therapie von Neurodermitis unterstützen kann.

Es ist die weltweit erste kontrollierte klinische Studie zum Einfluss von Stutenmilch bei dieser entzündlichen Hauterkrankung und wurde am Institut für Ernährungswissenschaften in Zusammenarbeit mit der Hautklinik der Friedrich-Schiller-Universität durchgeführt worden.

23 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Neurodermitis tranken über einen Zeitraum von vier Monaten täglich jeweils 250 ml Stutenmilch und ebenso lang eine Vergleichsmilch. Monatlich wurde das Hautbild der Patienten an Hand eines anerkannten Bewertungsschemas (SCORAD) dermatologisch untersucht. Außerdem beurteilten die Patienten ihre subjektive Empfindung hinsichtlich des Juckreizes und der Schlafstörungen, die durch die Neurodermitis verursacht wurden.

Bei Patienten, die die Stutenmilch tranken, nahm der Schweregrad der Neurodermitis ab - nach zwölf Wochen statistisch gesichert, nach 16 Wochen tendenziell. In der Vergleichsmilchphase war hingegen keine Veränderung zu verzeichnen. Bei einem Drittel der Patienten besserte sich der Schweregrad der Neurodermitis nach Stutenmilcheinnahme um 30 %.

"Da es sich bei der Stutenmilch um ein Lebensmittel handelt, kann dieses Ergebnis als sehr positiv bewertet werden", betont Projektleiter PD Dr. Rainer Schubert. Die Ergebnisse zeigten aber auch, dass nicht alle Patienten von der Stutenmilch-Trinkkur profitierten. "Dies ist vergleichbar mit der Wirkung von Medikamenten, auf die auch nicht alle Patienten gleichermaßen ansprechen", sagt der ärztliche Leiter der Studie Dr. Martin Kaatz.

MEDICA.de; Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena