18.11.2008

Technische Universität Ilmenau, Fachgebiet Biomechatronik

TU Ilmenau mit modernster Medizintechik für Auge und Ohr auf der MEDICA

Vom 19. bis 22. November 2008 ist die TU Ilmenau auf der weltgrößten Medizinmesse, der MEDICA in Düsseldorf, vertreten. Am Gemeinschaftsstand Thüringen (Halle 16, G 54) stellen das Institut für Biomedizinische Technik und Informatik (BMTI) sowie das Fachgebiet Biomechatronik der TU Ilmenau neueste medizintechnische Forschungsergebnisse vor.

Im Fokus des Messeauftrittes des Instituts BMTI steht das Ausbildungs- und Forschungsprofil auf dem Gebiet der medizinischen Messtechnik mit dem Schwerpunkt Ophthalmologie (Augenheilkunde). Am Beispiel der Gefäßanalyse werden innovative Lösungsansätze zu für interdisziplinäre diagnostische Verfahren vorgestellt. Hier präsentiert sich die IMEDOS GmbH als langjähriger Partner des Instituts in der Forschung zu Gerätetechnik und Verfahren der statischen und dynamischen Gefäßanalyse. Diese Technologie ermöglicht in einzigartiger Weise die Untersuchung der Funktion der Mikrozirkulation in den retinalen Gefäßen (Gefäßen der Netzhaut).
Darüber hinaus stellen die Wissenschaftler die am aktuellen wissenschaftlichen Stand orientierten Lehrinhalte des Studienganges Biomedizinische Technik (Bachelor/Master/PhD) vor. Ein flexibles modulares System ermöglicht die effektive Anpassung an die jeweiligen Bedürfnisse des Marktes.

Das Fachgebiet Biomechatronik forscht auf dem Gebiet der Lärmmessung, um z.B. bei besonders betroffenen Berufsgruppen bleibende Ohrschädigungen zu verhindern.
Der Schalldruckpegel im Arbeitsumfeld darf einen Grenzwert von 85 dB(A) nicht dauerhaft überschreiten. Trotz dieser gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Richtlinien fehlten bisher Geräte, die Lärmimmissionen individuell und personenbezogen überwachen. Das Fachgebiet Biomechatronik arbeitet deshalb seit zwei Jahren an einer Gerätekonzeption, die diesem Mangel entgegenwirken soll.
Das entwickelte Personalisierte Miniaturisierte Dosimeter (PMD) ist in der Lage, sowohl den Schallreiz und die damit einhergehende Belastung, als auch die personenspezifische psychosomatische Reaktion darauf zu messen. Die Möglichkeit des Innenohrs, selbst Schallwellen produzieren und abstrahlen zu können, wird bei der Messung otoakustischer Emissionen (OAE) genutzt und dient außerdem zu dessen Funktionsprüfung. Dabei ist das Dosimeter so leicht und klein konstruiert, dass es eine mobile Messung in nahezu jeder Lebenssituation ermöglicht. Der Funktionsumfang des PMD kommt sowohl dem Arbeitnehmer zum Schutz seines Hörvermögens als auch dem Arbeitgeber in rechtlicher Hinsicht zu Gute. Denn bei medizinisch anerkannter Hörschädigung als Berufskrankheit müssen die Unfallversicherungen in der Regel für finanzielle Entschädigungen aufkommen.

Weitere Informationen:
Technische Universität Ilmenau
Institut für Biomedizinische Technik und Informatik, Dipl.-Ing. Stefan Schramm, Tel. 03677 69-1348, Stefan.schramm@tu-ilmenau.de, www.tu-ilmenau.de/bmti/
Fakultät für Maschinenbau, Fachgebiet Biomechatronik, Dipl.-Ing. Alexander Müller, Tel. 03677 69 4688, Alexander.mueller@tu-ilmenau.de, www.tu-ilmenau.de/biomechatronik