Zu diesem merkwürdigen Ergebnis kommt die „Northern Manhattan Study (NOMAS)“, die jetzt auf dem Jahreskongress der „American Stroke Association's (ASA's) International Stroke Conference 2008“ vorgestellt wurde.

Seit dem Jahre 2004 fragen die Studienleiter von NOMAS nach Schlafstörungen in der Nacht, vor allem aber auch tagsüber. Dazu benutzen sie die „Epworth Sleepiness Scale (ESS)“, mit deren Hilfe man die Tagesschläfrigkeit messen kann. Zu Beginn der Studie waren alle Probanden gesund. Je nach dem Grad ihrer Schläfrigkeit wurden sie in drei Gruppen eingeteilt. Danach untersuchten die Studienleiter das individuelle Schlaganfallrisiko für jeden einzelnen Probanden.

2.153 Probanden wurden in die Endauswertung mit einbezogen. 44 Prozent berichteten, sie seien tagsüber nicht schläfrig, 47 Prozent waren dies gelegentlich und neun Prozent klagten über eine signifikant hohe Tagesschläfrigkeit mit regelmäßigem Einschlafen. Während des zweijährigen Nachbeobachtungszeitraums traten 40 Schlaganfälle auf. Nachdem die Studienleiter verschiedene Störfaktoren herausgerechnet hatten, zeigte sich dennoch ein deutlich höheres Schlaganfallrisiko bei jenen Probanden, die über mäßige beziehungsweise starke Tagesschläfrigkeit geklagt hatten. Das Schlaganfallrisiko war teilweise bis zu vier Mal höher im Vergleich zu jenen, die tagsüber fit waren.

MEDICA.de; Quelle: International Stroke Conference 2008 Abstract 94