In der Vergangenheit lag der Schwerpunkt der Behandlung von Typ-2-Diabetes auf dem Glukosewert und beachtete Störungen des Blutfettstoffwechsels wenig. Die Blutzuckerkontrolle allein reicht aber nicht aus, um das erhöhte Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes auszuschließen.

Die Studie "Glucose and Lipid Assessment in Diabetics" (GLAD), die jetzt auf der 65. wissenschaftlichen Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA) vorgestellt wurde, erfolgte über zwölf Wochen bei 500 Patienten mit Typ-2-Diabetes. Tesaglitazar hatte dabei folgende Wirkungen: Die Nüchternplasmaglukose verringerte sich dosisabhängig bis zu 61 mg/dl, die Nüchterntriglyzeride bis zu 41 Prozent. Bei 1 mg wurden Verringerungen von 33 Prozent festgestellt. Außerdem erhöhte sich der HDL-C-Wert dosisabhängig. Bei 1 mg wurde eine Erhöhung von 15 Prozent beobachtet.

Eine dosisabhängige Reduzierung an LDL-C bis zu 17 Prozent war ebenfalls Ergebnis der Tesaglitazar-Behandlung. In derselben Studie erfolgte darüber hinaus eine offene Teilstudie mit 45 mg Pioglitazon. 45 mg Pioglitazon verringerte die Nüchternplasmaglukose um 38 mg/dl, Nüchterntriglyzeride um 8 Prozent und erhöhte HDL-C um 6 Prozent.

Diese Ergebnisse bestätigen nach Ansicht von Experten, dass Tesaglitazar mehrere kardiovaskuläre Risikofaktoren bei Typ-2-Diabetikern verbessert. Sie hoffen, dass nach Auswertung der Phase-III-Daten für Tesaglitazar Potenzial erkennbar ist, um das Risiko für die Ausbildung mikrovaskulärer als auch makrovaskulärer Komplikationen im Zusammenhang mit atherosklerotischen Erkrankungen zu verringern.

Eine Therapie mit Tesaglitazar kann vielversprechend sein, da sie auf die zugrundeliegende Pathophysiologie im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes und metabolischem Syndrom abzielt.

MEDICA.de; Quelle: 65. wissenschaftliche Jahrestagung der American Diabetes Association (ADA)