03.11.2010

schwa-medico GmbH

TherMedico NK1 Hochfrequenzgenerator für die Schmerztherapie

Minimalinvasive Behandlung chronischer Schmerzen

Den chronischen Schmerz ausschalten, dem Patienten mehr Lebensqualität geben – das sind die Ziele, wenn Schmerztherapeuten den Hochfrequenz-Generator TherMedico NK1 einsetzen. Das minimalinvasive Verfahren der Thermokoagulation ermöglicht das punktgenaue denervieren von Nervengewebe und damit das gezielte Ausschalten von Schmerzen.

Die Chronifizierung von Schmerzen beruht auf einem komplizierten System ineinandergreifender struktureller und biochemischer Vorgänge. Nicht selten wird dabei auch das autonome Nervensystem aktiviert. In der Folge kommt es zu chronischen Schmerzzuständen, die anhalten, selbst wenn die schmerzauslösende Ursache schon lange behoben ist. Die Schmerzsignale wandern zum Ort ihrer Wahrnehmung im Gehirn über spezielle Nervenbahnen und Schaltstellen im Rückenmark. Diese Schmerzleitung kann durch gezielte Nervenbehandlung blockiert oder auch dauerhaft unterbrochen werden. In manchen Fällen hilft schon die Elektrostimulationstherapie oder eine rückenmarksnahe Medikamentengabe. Betroffenes Nervengewebe kann aber auch operativ, entweder offen chirurgisch mittels Skalpell oder minimalinvasiv mittels Thermokoagulation zerstört werden.

Bei dem Thermokoagulations-Eingriff wird unter Röntgenkontrolle eine Spezialkanüle an den betroffenen Nerv angelegt. Nachdem mit einem Stimulationsstrom die richtige Lage der Sondenspitze überprüft wurde, beginnt die eigentliche Behandlung: Ein hochfrequenter elektrischer Strom (485 kHz) erhitzt das Gewebe im Bereich von einigen Millimetern um die Sondenspitze herum. In der Folge koagulieren die umliegenden Zellen. Die Denervation wird bei Temperaturen zwischen 80°C und 90°C durchgeführt. Sensible Nervenfasern werden so selektiv zerstört, die Schmerzweiterleitung ist unterbrochen.

Mit dem TherMedico NK1 können aber auch reversible Behandlungen mit einem gepulsten RF-Strom durchgeführt werden. Hierbei beträgt die Läsionstemperatur maximal 42 °C, so dass es nicht zur Schädigung des Nervengewebes kommt.

TherMedico NK1 wird bei vielen Indikationen und Schmerzverfahren eingesetzt:

- chronische Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule (z. B. Facettendenervation)
- chronische Schmerzen im Bereich des Gesichts (z. B. Trigeminusneuralgie)
- Tumorschmerzen
- Bandscheibenbehandlungen
- Pascha-Cath-Behandlungen
- Gepulste Behandlungen peripherer Nerven

Neben dem Gerät bietet schwa-medico auch die entsprechenden Kanülen und Thermosonden sowie einen themenspezifischen Literaturservice und Schulungsseminare an.