12.10.2007

Weinmann Geräte für Medizin GmbH & Co. KG

Therapiestrategie bei zentralen Atmungsstörungen

(Stockholm) – Patienten mit Herzinsuffizienz leiden häufig zusätzlich an zentralen Atmungs-regulationsstörungen wie der so genannten Cheyne-Stokes-Atmung und/oder an obstruktiven Atmungsstörungen. Dadurch ist ihre Lebenserwartung und Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Ein innovativer Ansatz zur Therapie herzinsuffizienter Patienten ist die zusätzliche Behandlung der nächtlichen Atmungsstörung. Inzwischen gilt es als gesichert, dass dadurch ihre Lebenserwartung verlängert wird. Die Hamburger Medizingeräte-Firma Weinmann bietet seit Jahrzehnten Atemgeräte für schlafbezogene Atmungserkrankungen an. Mit einem neuen Gerät, SOMNOvent CR, verfügt Weinmann nun erstmals über ein Therapiegerät, das für die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen und schlafbezogenen Atmungsstörungen entwickelt wurde.
Während Therapiegeräte für obstruktive Atmungsstörungen (z. B. Schlafapnoe), bei denen sich die Atem-wege im Schlaf verschließen, ausschließlich eine „Schienung“ der Atemwege durch die „Beatmung“ mit Überdruck bieten, ist bei der Therapie von zentralen Atmungsstörungen wie der Cheyne-Stokes-Atmung eine „intelligente“ Anpassung der „Beatmung“ an die jeweilige Situation nötig. Dazu müssen die Therapie-strategien für die Behandlung obstruktiver Ereignisse mit denen für periodische Ereignisse kombiniert werden.
Intelligente Anpassung an unterschiedliche Störungsbilder
Bei der Cheyne-Stokes-Atmung handelt es sich um eine an- und abschwellende Atmung mit langen Atem-pausen und Phasen der Hyperventilation. Solche Atmungsstörungen erfordern eine weitaus aufwendigere Beatmungstherapie, bei der das Therapiegerät ständig auf unterschiedliche Situationen und Störungsbilder reagieren muss. Diese Therapiemethode wird als antizyklisch modulierte Ventilation (AZMV) oder adaptive Servoventilation (ASV) bezeichnet. Der Weinmann CR-Modus nutzt diese Verfahren und erweitert sie. Drei unterschiedliche Druckniveaus werden während der Einatmung (IPAP), Beginn der Ausatmung (EPAP) und am Ende der Ausatmung (EEPAP) automatisch an den aktuellen Bedarf des Patienten angepasst. Bei Obstruktionen wie Apnoen, Hypopnoen, Flusslimitationen und Schnarchen, bei abnehmendem oder zuneh-mendem Atemvolumen reagiert das Gerät sofort und normalisiert die Atmung. Atmet der Patient normal, wird automatisch eine Ausatemerleichterung angewendet.
Schnelle Erleichterung für die Patienten
Die Therapie mit AZMV hat gegenüber den klassischen Verfahren viele Vorteile:

Die Atemschwankungen werden antizyklisch ausgeglichen, die pathophysiologische Atmung wird in die physiologische Richtung moduliert. Damit wird die Hyperventilation unterdrückt.

Sowohl zentrale, als auch obstruktive Atemmuster werden erfasst und therapeutisch effizient reguliert.

Die Regulation erfolgt sehr schonend und garantiert einen erholsamen Schlaf.