Allerdings gilt dies langfristig nur für relativ wenige Patienten, wie eine Studie nachweist, die von Dr. Laura Cif vom “Hospital Gui de Chauliac“ an der University of Montpellier School of Medicine in Frankreich beim „12th International Congress of Parkinson’s Disease and Movement Disorders“ vorgestellt wurde. 26 Patienten nahmen an dieser Studie teil, 16 Frauen und zehn Männer mit einem Altersdurchschnitt von 21,1 Jahren.

Zu Beginn der Studie litten die Patienten im Schnitt 8,1 Jahr lang an dieser Erkrankung. 6,2 Körperregionen waren von der Dystonie betroffen, so dass man nach Angaben der Studienleiterin von einer generalisierten Dystonie sprechen kann. Bevor die Elektroden operativ eingepflanzt wurden, hat man auf der „Burke-Fahn-Marsden Dystonia Rating Scale“ die motorischen Fähigkeiten der Patienten geprüft. Der Durchschnittswert lag bei 57,51 von maximal 120 Punkten.

Operativ wurde den Patienten dann bilateral eine einfache Elektrode im posterioren lateralen inneren Bereich des Globus pallidus eingepflanzt. Nach der Operation sowie sechs und zwölf Monate später hat man auf der gleichen Skala wiederum die motorischen Fähigkeiten der Patienten geprüft. Alle Untersuchungen wurden danach in jährlichen Abständen wiederholt und zwar insgesamt zehn Jahre lang.

Im dritten Jahr nach der Operation hatten sich die Werte auf der „Burke-Fahn-Marsden Dystonia Rating Scale“ auf 15,15 Punkte verringert (p kleiner 0001). Fünf Jahre nach der Implantation der Elektroden waren die Werte nur leicht verschlechtert, mit durchschnittlich 16,25 Punkten (p kleiner 0.0001). Auch im sechstens Jahr nach der Operation waren die Erfolge noch deutlich. Zehn Jahre nach der Einpflanzung dagegen zeigte sich nur noch bei zwei der 28 Patienten ein signifikanter Unterschied zum Ausgangswert.

MEDICA.de; Quelle: 12th International Congress of Parkinson's Disease and Movement Disorders Abstract 484