10.09.2010

Wirtschaftsstandort Tirol - Tiroler Zukunftsstiftung

Tiroler Krebsforschung wächst hoch hinaus

Roche Diagnostics besiegelt Kooperation mit Oncotyrol in Alpbach.
Weitere Investitionen aus dem Ausland erwartet.
Erfolgsgeschichte eines Standorts.


Alpbach, 26. August 2010. Beim heutigen Technologiebrunch der Tiroler Zukunftsstiftung tritt die deutsche Roche Diagnostics GmbH offiziell Oncotyrol, dem internationalen Verbund für personalisierte Krebsforschung in Tirol, bei. Gemeinsam will man im Blut zirkulierende Tumorzellen näher erforschen. Den Konsortialvertrag unterfertigen Roche Diagnostics und Oncotyrol unter Patronanz von Bundesministerin Beatrix Karl und Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf. Insgesamt startet Oncotyrol heuer acht neue Forschungsprojekte, an denen sich von internationaler Seite fünf weitere Unternehmen aus Deutschland sowie ein Wirtschaftspartner aus Frankreich beteiligen wollen.

Der Roche-Konzern erweitert mit der Beteiligung sein bisheriges Engagement bei Oncotyrol um die Diagnostik-Sparte. Bisher sind bereits die Roche Austria GmbH, Wien und die F. Hoffman-La Roche AG am Konzernhauptsitz in Basel (CH) Forschungspartner von Oncotyrol. „Oncotyrol setzt wie der Roche-Konzern auf individuelle Diagnostik und personalisierte Medizin anstelle von Blockbuster-Strategien und arbeitet international dicht vernetzt. Das in Tirol gerade so komprimiert entstehende Wissen wollen wir für uns nutzen“, erklärt in Alpbach Konzernvertreter Dr. Knut Bartl, Chief Scientific Officer bei der deutschen Roche Diagnostics, das Engagement. „Dass wir Professor Zlatko Trajanoski, die Kapazität für Bioinformatik im deutschsprachigen Raum, im letzten Jahr ans Innsbrucker Biozentrum berufen konnten, hat die Entscheidung von Roche ebenfalls unterstützt“, weiß Univ.-Prof. Dr. Lukas Huber, der wissenschaftliche Leiter von Oncotyrol.

Eine Technologie-Strategie macht sich bezahlt

„Tirol kann auf eine sehr erfolgreiche Entwicklung in den vergangenen Jahren blicken. Zwei der tragenden Säulen sind dabei Wissenschaft und Wirtschaft. Die Tiroler Hochschulen sowie Forschungseinrichtungen geben der Tiroler Wirtschaft ständig innovative Impulse, die auch zentral für eine positive Weiterentwicklung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Tirol sind“, so Wissenschafts- und Forschungsministerin Dr. Beatrix Karl. „Gerade auch Oncotyrol konnte einen zentralen Beitrag zum erfolgreichen Ausbau des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Tirol leisten“, ist Beatrix Karl überzeugt. Sie sieht in Oncotyrol zwei ihrer wesentlichen Schwerpunkte verwirklicht: Zum einen die Kooperation von Universitäten untereinander, zum anderen die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft. „Und der Erfolg in der Krebsforschung und bei modernen Krebstherapien gibt Oncotyrol recht“, so die Ministerin. Die österreichische Bundesregierung und das Land Tirol fördern rund 50 Prozent der Arbeit im Oncotyrol über das Struktur- und Kompetenzzentrenprogramm COMET. „Die Tiroler Krebsforschung lebt uns gerade vor, wie strukturierte Vernetzung exzellenter Grundlagenforschung mit der Anwendung rasch einen Mehrwert für einen Standort schaffen kann.“
„Von unseren Investitionen in Kompetenzzentren wie Oncotyrol erwarte ich neben Stärkung der angewandten Forschung genau das: die Sichtbarkeit besonderer Tiroler Kompetenzen auf dem Radar der internationalen Märkte. Unserer Krebsforschung gelingt das mit Oncotyrol ausgezeichnet. Ich gratuliere zu den neuen Partnerschaften und bedanke mich für die engagierte Arbeit der Verantwortlichen“, nimmt die Tiroler Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf beim Technologiebrunch Stellung.
zugesichert.

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