Todesfälle werden seltener

Übernachtungen im Krankenhaus
werden seltener; © Picture Disc

Prof. Dr. Rainer Dietz, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, berichtete, dass die Lebenserwartung in Deutschland zwischen den Jahren 1980 und 2000 um 5,75 Jahre gestiegen sei, davon 2,62 Jahre in Folge der Fortschritte in der Behandlung von Herz-Kreislauf-Krankheiten. Bei den stationären Krankenhausfällen war von 2002 bis 2004 ein Rückgang von 5,9 Prozent zu verzeichnen, bei der Zahl der Verstorbenen um 7,3 Prozent.

2005 standen in Deutschland insgesamt 603 so genannte Linksherzkatheter-Messplätze für Kinder und Erwachsene zur Verfügung, also 3,8 Prozent mehr als im Jahr davor. Zugleich stieg im Berichtszeitraum die Zahl der Linksherzkatheter- Untersuchungen um 7,9 Prozent auf 772.137 Untersuchungen und die Zahl der Ballondilatationen um 8,9 Prozent auf 270.964. Bei der Implantation von Stents zur Erweiterung verengter Gefäße gibt es eine steigende Tendenz: 2005 wurden mit insgesamt 230.580 um 13,6 Prozent mehr Stents eingesetzt als 2004, der Anteil der Arzneimittel beschichteten Stents (DES) hat sich im Vergleich zum Jahr davor von 13 auf 28 Prozent erhöht.

Trotz der kontinuierlichen Zunahme an Leistungen der Herzmedizin, die für Betroffene zu einem deutlichen Gewinn an Lebensjahren und Lebensqualität führen, steigen die Kosten für die Versorgung in einigen Bereichen der Kardiologie nicht oder nur geringfügig an, berichtet Dr. Ernst Bruckenberger, Autor des „Herzbericht 2005“: "Von 2002 bis 2004 haben die Krankheitskosten, entgegen dem bei anderen Krankheitsbildern meist anders verlaufenden Trend, für die ischämischen Herzkrankheiten um 5,5 Prozent und für die angeborenen Herzfehler um 3,2 Prozent abgenommen." Bei der Herzinsuffizienz kam es zu einem geringfügigen Anstieg von 0,9 Prozent.

MEDICA.de; Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung