23/04/2009

TUNSTALL GmbH

Tunstall: Erfolgreiches Informationsseminar in der Britischen Botschaft

Berlin. Gemeinsam mit der britischen Wirtschaftsförderung UK Trade & Investment veranstaltete Tunstall am 25. Februar 2009 in der Britischen Botschaft ein Informationsseminar zum Thema „Häusliche Patientenversorgung – Möglichkeiten moderner Telemonitoring-Technologien in Deutschland und Großbritannien.

Ziel der Veranstaltung in der Britischen Botschaft in Berlin war das Aufzeigen der ernormen Potenziale von Telecare und Telehealth für die häusliche Patientenversorgung.

Telecare- und Telehealth-Technologien bieten effektive und wirtschaftliche Möglichkeiten für die medizinische und soziale Versorgung von Patienten in ihrem vertrauten häuslichen Umfeld. Mit den zum Einsatz kommenden Lösungen sind die Risiken im Zusammenhang mit selbständigem Verbleiben in der eigenen Wohnung kontrollierbar und die gesundheitliche Versorgung und das Wohlbefinden eines Patienten zu leisten.

Es wurde eingeladen, um Modelle für die Gesundheitsversorgung vorzustellen, die in der medizinischen und sozialen Betreuung im häuslichen Umfeld neue Wege gehen. Anhand zweier Vorträge werden Projekte vorgestellt, in denen die häusliche Patientenversorgung durch Telecare / Telehealth nachweislich funktionieren.

Der Britische Botschafter Sir Michael Arthur ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer der Veranstalter persönlich zu begrüßen und einleitende Worte zum Thema Telecare / Telehealth zu finden.

David Hinchliffe, Past Chair of the Health Select Committee und ehemaligen Britischer Schatten-Gesundheitsminister und Dr Tony O’Sullivan vom Schottischen Joint Improvement Team informierten anschließend, warum die häusliche Patientenversorgung so in der Diskussion steht:

- Demographischer Wandel als Herausforderung
Jeder weiß um den demographischen Wandel: 2050 beispielsweise wird mehr als ein Viertel der europäischen Bevölkerung über 65 sein. Heute leiden mindestens 35 Prozent der männlichen Bevölkerung über 60 in Europa unter zwei oder mehr chronischen Erkrankungen, und 70 Prozent der Krankheitskosten wird für chronische Leiden aufgewendet. Zudem ist Demenz ein weiteres großes Thema: alle sieben Sekunden wird ein neuer Fall von Demenz diagnostiziert – eine Krankheit, die bereits 11 Prozent der über 60-Jährigen mit gesundheitlichen Einschränkungen betrifft und damit vor dem Schlaganfall, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs rangiert.
Wir leben also immer länger und werden kränker.

- Steigende Lebenserwartung gegen Kosten für Leistungserbringer
Leistungsträger haben einst verschiedene Formen der Altenpflege finanziell unterstützt - je nach Wunsch des Einzelnen entweder in einem Pflegeheim oder in der eigenen Wohnung, verbunden mit entsprechenden Pflegeleistungen. Mit der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung sind die Leistungsträger gezwungen, Prioritäten zu setzen. Heute wird zunehmend die Bereitstellung entsprechender Pflegedienste für spezielle Patienten in Betracht gezogen, wobei Präventionsmaßnahmen ein höherer Wert beigemessen wird als bisher, während man gleichzeitig versucht, alten Menschen bei entsprechender finanzieller Unterstützung die Möglichkeit einzuräumen, möglichst lange in ihrer Wohnung zu bleiben.

- Neue Technologien sind nicht nur eine Hilfe für ältere Menschen
Von Telecare können nicht nur Ältere profitieren. Die Technologie ist ein Mittel für alle Hilfebedürftigen, wie z.B. für Personen, die an langfristigen Krankheiten, einer Lern- oder Körperbehinderung oder unter Demenz leiden. Sie alle könnten von der verstärkten Betreuung und gesundheitlichen Überwachung durch Telemonitoring-Technologien in ihrem Zuhause ohne ständige Arztbesuche profitieren. Und wir dürfen nicht vergessen, dass Familien bei der Stressbewältigung in Zusammenhang mit der Betreuung ihrer Lieben geholfen wird.

- Moderne Informationstechnologien liefern bessere Betreuung für mehr Hilfebedürftige auf kosteneffektivere Art
Laut der Prognose einer Studie der Universität York wird Schottland nach Investitionen von 9 Millionen Pfund durch Telecare bis 2010 43 Millionen Pfund einsparen können.

Nino Mangiapane vom Bundesministerium für Gesundheit und hier verantwortlich für den Bereich „Telematics“, erläuterte die Vorteile von Telehealth anhand der geplanten Einführung der Gesundheitskarte und hob vor allem die Kosteneinsparpotentiale durch die Nutzung von Telehealth-Technologien hervor.

Abgerundet wurden die Vorträge durch einen Ausflug in die Welt der Wohnungswirtschaft. Herr Dr. Ing. Armin Hartmann erläuterte die Möglichkeiten der Telecare-Produkte als technische Unterstützungssysteme
im Mietwohnungsbau und beschrieb Motivation und Anforderung aus Sicht der Wohnungswirtschaft. Für die Wohnungswirtschaft können Lösungen geschaffen werden, die dem Mieter dabei helfen, lange
und selbstständig in der eigenen Wohnung leben zu können. Die Wohnung wird somit zu einem Gesundheitsstandort.


Das Informationsseminar in Berlin zeigte deutlich, dass Telecare der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme in der Patientenversorgung ist, in dem die Referenten erläuterten, wie das Modell Telecare die Gesundheitsfürsorge verändern kann, indem sie Telecare zu einem festen Bestandteil gemacht haben.