UKE-Wissenschaftler geehrt

Dr. Ulrike Wedegärtner, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie, hat den "Coolidge Award" erhalten. Die Auszeichnung wurde ihr für eine Arbeit zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut des Ungeborenen im Mutterleib verliehen. Eine zu geringe Sauerstoffsättigung beim Fetus führt zu vermindertem Wachstum und zu erhöhtem Sterberisiko. Wedegärtner hatte in ihrer Studie an trächtigen Schafen gezeigt, dass ein bestimmtes Bildgebungsverfahren, die funktionelle Magnetresonanztomografie, über den Sauerstoffgehalt im Blut des Fetus Aufschluss geben kann.

Dr. Rainer Kiefmann, Klinik für Anästhesiologie, hat von der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin den "Heinrich Dräger-Preis für Intensivmedizin" erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für Untersuchungen zu Hypoxie verliehen, die zum Beispiel bei Lungen- oder Herzerkrankungen auftreten kann. Er hatte in Kooperation mit der Columbia-University, New York, einen Mechanismus entdeckt, der zur Folge hat, dass rote Blutkörperchen bei einer Hypoxie Sauerstoffradikale freisetzen.

Diese aggressiven Stoffwechselprodukte bewirken, dass weiße Blutkörperchen in die Lungenkapillaren wandern und dort eine Entzündung auslösen, so dass Gewebe geschädigt und die Sauerstoffaufnahme erneut behindert wird: Die Hypoxie wird verstärkt. Aus den Ergebnissen der Arbeit könnten sich neue Therapien für hypoxiebedingte Gewebeschäden wie den Herzinfarkt ergeben.

Dr. Marc Regier, Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie den "Best Scientific Paper Award" in der Kategorie "Genitourinary" erhalten. Die Auszeichnung wurde ihm für eine Arbeit zum Vergleich zweier bildgebender Verfahren bei der Darstellung des Harntrakts verliehen. Mit der neuartigen Mehrschicht-CT-Urografie lässt sich der Harntrakt detaillierter als mit bisherigen Verfahren darstellen.

Allerdings wird auch bei diesem Röntgenverfahren ionisierende Strahlung freigesetzt. Regier konnte zeigen, dass die Hochmagnetfeld-Magnetresonanz-Urografie mit modernen 1,5- und 3-Tesla- Scannern vergleichbare Bilder liefert - ohne Strahlenbelastung für den Patienten.

MEDICA.de; Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf