Ulrich Müller erhält European Psychiatry Award

Dr. Ulrich Müller
© Universität Leipzig

Mit dem von der Association of European Psychiatrists verliehenen Preis werden der Wissenschaftler und seine Arbeitsgruppe an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Leipzig für die Entwicklung eines neuropsychologischen Testverfahrens ausgezeichnet.

Mit Hilfe der von dem Leipziger Team entwickelten so genannten Zahlen-Ordnungs-Spanne lassen sich kognitive Defizite bei Patienten mit Schizophrenie nachweisen. ''Patienten, die mit atypischen Medikamenten behandelt wurden, hatten weniger Probleme beim Manipulieren von Informationen im Arbeitsgedächtnis als Patienten, die mit konventionellen Antipsychotika behandelt wurden'', so PD Dr. Müller.

Bei dem Testverfahren müssen die Versuchspersonen Zahlenfolgen von zunehmenden Länge in aufsteigender Reihenfolge, also geordnet, wiedergeben. Das Forschungsprojekt, an dem vier Mitarbeiter der Universität Leipzig beteiligt waren, wurde im Rahmen des formel.1-Programms der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Derzeit betreut PD Dr. Müller noch zwei Doktoranden und kooperiert mit Kollegen aus der Psychiatrie, Nuklearmedizin und Klinischen Pharmakologie. Der European Psychiatry Award 2004 ist mit 2.000 Euro dotiert. Das Geld will PD Dr. Müller in laufende Projekte investieren.

Der 40-jährige Wissenschaftler setzt gegenwärtig als Humboldt Research Fellow und Honorary Consultant Psychiatrist an den Departments of Experimental Psychology und Psychiatry der University of Cambridge seine Forschungen zur pharmakologischen Modulation von Arbeitsgedächtnis-Funktionen in Kooperation mit der international führenden Arbeitsgruppe um Trevor Robbins, Barbara Sahakian und Ed Bullmore fort.

MEDICA.de; Quelle: Universität Leipzig