Ulrike Ziebold erhält Monika Kutzner-Preis

Dr. Ulrike Ziebold
© MDC Berlin-Buch

Dr. Ziebold wurde die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 27. Mai 2005 in Berlin überreicht. Mit ihr ist die Krebsforschung des MDC zum zweiten Mal ausgezeichnet worden. 1999 erhielt Dr. Jürgen Behrens diesen Preis, der mittlerweile als Professor an der Universität Erlangen tätig ist. Beide arbeiteten am MDC in der Forschungsgruppe des Zellbiologen und Krebsforschers Prof. Walter Birchmeier.

Ziebold, 1967 in Stuttgart geboren, studierte in Göttingen Entwicklungsbiologie und verfasste 1993 ihre Diplomarbeit am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie (Göttingen). Ihre Promotionsarbeit schrieb sie 1998 am MPI für Immunbiologie (Freiburg). Danach ging sie als Postdoktorand für fünf Jahre ans Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge (USA). 2003 kam sie mit einem Helmholtz-Stipendium des MDC als junge Gruppenleiterin in das Labor von Prof. Birchmeier nach Berlin-Buch.

2004 erhielt sie ein Marie Curie-Exzellenz-Stipendium von über einer Million Euro aus dem 6. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission. Es hat eine Laufzeit von vier Jahren. Damit richtete sie im September 2004 am MDC ihre eigene Forschungsgruppe "Genetik der Tumorsuppression und Metastasierung" ein. Mit Hilfe embryonaler Stammzellen von Nagern fahndet sie nach neuartigen Mechanismen der Krebsentstehung.

Die Monika Kutzner-Stiftung wurde 1979 von Christa Kutzner ins Leben gerufen. Die Stiftung ist benannt nach ihrer Tochter, die 1974 im Alter von 33 Jahren an Krebs starb. Die Stiftung, deren Zweck die Förderung der Forschung auf dem Gebiet der Krebskrankheiten ist, trat 1994, nach dem Tod der Stifterin, in Kraft. Der Preis wird seit 1998 jährlich von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften verliehen.

MEDICA.de; Quelle: Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch