Das Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hat eine Pilotstudie in Auftrag gegeben, in deren Rahmen zwischen Januar und Oktober 2006 in 63 Büroräumen in Deutschland die Raumluft gemessen wurde, und 69 der dort arbeitende Personen untersucht wurden.

Für die meisten der gemessenen raumlufttechnischen und medizinischen Parameter sind die Untersuchungsergebnisse unauffällig. Das gilt für Temperatur und Luftfeuchte, flüchtige organische Verbindungen, flüchtige organische Einzelstoffe und Schimmelpilzkonzentrationen ebenso wie für die allergischen und entzündlichen Parameter der Probanden.

Der Anteil ärztlich nicht erklärbarer körperlicher Beschwerden war bei den untersuchten Personen aber höher als in Vergleichskollektiven, und ein Teil der untersuchten Personen reagierte überempfindlich auf bronchiale Reize. Bei Inbetriebnahme der Geräte nahm die Belastung der Büros mit Fein- und Ultrafeinstaub deutlich zu.

Bei den gemessenen ultrafeinen Teilchen handelt es sich aber offenbar ganz überwiegend nicht um Tonerpartikel - darauf weisen raster- und transmissionselektronenmikroskopische Untersuchungen hin. "Ob der Anstieg dieser Stäube in den Büros gesundheitliche Auswirkungen haben könnte, lässt sich aus der Pilotstudie nicht abschließend beurteilen", sagt BfR -Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. "Wer mit Laserdruckern und Fotokopierern arbeitet, sollte seine individuelle Fein- und Feinststaubbelastung reduzieren".

Das BfR hatte die Studie initiiert, nachdem Ärzte gesundheitliche Beschwerden von Patienten gemeldet hatten, die diese auf die Nutzung von Laserdruckern und Fotokopierern, überwiegend am Arbeitsplatz, zurückführten. Bei den geschilderten Symptomen standen Bindehautreizungen, Beschwerden des Atemtraktes und Rachenschleimhautreizungen im Vordergrund.

MEDICA.de; Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung