Ultraschallsonden erleichtern die Sicht

Bessere Sicht dank Ultraschall-
Scannern; © Picture Disk

“Mit unserem Scanner könnten Ärzte die betreffende Verletzung oder einen Teil eines Organs in einem dreidimensionalen Echtzeit-Scan sehen“, sagte der leitende Ingenieur Stephen Smith. „Sie hätten die Möglichkeit, das Gewebe genau so zu sehen, wie es eine Kamera tun würde – außer dass eine Kamera nicht durch Blut und Gewebe schauen kann.“

1987 hat die Duke University den ersten 3D-Ultraschallscanner entwickelt, um das Herz von außerhalb des Körpers abbilden zu können. Als die Technik immer kleinere Ultraschallanordnungen zuließ, bauten die Forscher Sonden, die in Katheter passten und durch Blutbahnen gefädelt wurden, um Herz und Gefäße von innen abzubilden.

Der aktuelle Fortschritt beruht auf 500 winzigen Kabeln und Sensoren, die in ein Röhrchen mit 12 Millimetern Durchmesser gepackt sind – die richtige Größe, um in Bauchtrokare zu passen. Zum Vergleich: die meisten zweidimensionalen Ultraschallsonden nutzen nur 64 Kabel.

“Es ist eine große technische und handwerkliche Leistung, diese Instrumente zu bauen“, sagte Smith. „Mehr Kabel resultieren in einer bessere Bildqualität. Die Scanner erreichen ohne Rekonstruktion ein unverzögertes bewegtes 3D-Bild.“

Die laparoskopischen Ultraschallsonden wurden bisher in klinischen Tests nur zur Abbildung des Herzens verwendet, wobei sie zukünftig besonders nützlich sein könnten, um die Herzfunktion während minimal-invasiver Herzchirurgie zu überwachen, sagte Smith. Aktuelle Methoden überwachen das Herz oftmals mit einer zweidimensionalen Ultraschall-Endoskopsonde durch den Hals, was eine Vollnarkose erfordert.

“Wenn Mediziner statt dessen das neue Instrument verwendeten, könnten sie die Herzfunktion stundenlang durch einen winzigen Einschnitt überwachen – möglicherweise ohne Narkose“, so Smith. „Das wäre ein riesiger Fortschritt.“

MEDICA.de; Quelle: Duke University