23.08.2011

Miele & Cie. KG

Umsatz von Miele stieg um vier Prozent

Das deutsche Familienunternehmen Miele ist erneut gewachsen: 2,95 Milliarden Euro Umsatz erzielte der weltweit führende Hersteller von Premium-Hausgeräten im Geschäftsjahr 2010/11, das am 30. Juni 2011 endete. Das entspricht einem Plus von vier Prozent. Mit mehr als 16.600 Menschen, die weltweit für die Miele Gruppe arbeiten, ist die Beschäftigtenzahl auf hohem Niveau konstant. Wie in den Vorjahren dokumentieren zahlreiche Auszeichnungen für Produktqualität, Kundenzufriedenheit und Design das herausragende Markenimage des Unternehmens. Zu den Höhepunkten des Berichtsjahres zählt die Errichtung einer „Miele Gallery“ im Herzen Berlins.

„In einem Marktumfeld, das sich in vielen Ländern als nach wie vor schwierig darstellt, hat sich Miele insgesamt überzeugend behauptet“, sagt der für Finanzen, Controlling und Hauptverwaltung verantwortliche Geschäftsführer Olaf Bartsch. „Der zuletzt erreichte Zuwachs wird vor allem von unseren großen Überseemärkten sowie von Deutschland und seinen Nachbarn getragen“, so Bartsch weiter. Auf dem deutschen Heimatmarkt wuchs Miele um 26 Millionen auf 865 Millionen Euro, was einem Plus von drei Prozent entspricht. Damit liegt der Anteil Deutschlands am weltweiten Umsatz nahezu konstant bei 29,6 Prozent (Vorjahr: 29,9 Prozent). Positiv hat sich auch die Erholung des Geschäfts in den skandinavischen Ländern bemerkbar gemacht, das zuvor durch den starken Euro eine Dämpfung erfahren hatte. Bei den Produktgruppen legten insbesondere die hochwertigen Kücheneinbaugeräte überproportional zu.

Miele-Geschäftsleitung: „gedämpfte Zuversicht“ für das Geschäftsjahr 2011/12

Das aktuelle Geschäftsjahr 2011/12 betrachtet die fünfköpfige Geschäftsleitung mit gedämpfter Zuversicht. „Im Moment verunsichern die Schuldenkrise einiger Euro-Länder sowie die Sorge um die US-Konjunktur nicht nur die Finanzmärkte, sondern auch die Konsumenten“, sagt Dr. Markus Miele, einer der beiden Geschäftsführenden Gesellschafter. „Dieser Trend war bereits in den vergangenen Monaten spürbar und dürfte sich weiter verfestigen.“ Auf der anderen Seite bestätige sich aber immer wieder, dass gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten starke und vertrauenswürdige Marken hoch im Kurs stünden. „Für viele Menschen überall auf der Welt gilt Miele als Inbegriff von Qualität und Verlässlichkeit, Beständigkeit und Nachhaltigkeit“, sagt der Geschäftsführende Gesellschafter Dr. Reinhard Zinkann, „dieses Vertrauen immer wieder aufs Neue zu rechtfertigen, ist Kern unserer Unternehmensphilosophie.“

Aktuell ist Miele bestens aufgestellt, um von der mittel- und langfristig wachsenden weltweiten Nachfrage nach hochwertigen Hausgeräten und Gewerbegeräten überproportional zu profitieren. Mit einem umfassenden Portfolio an Premium-Elektrogeräten für die Küche sowie für die Wäsche- und Bodenpflege ist die Miele Gruppe auf allen Kontinenten präsent und zumeist Weltmarktführer im oberen Preissegment. Hinzu kommt die strategisch bedeutsame Sparte „Professional“, mit Waschmaschinen und Geschirrspülern für den gewerblichen Einsatz sowie Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsautomaten für medizinische Instrumente und Labortechnik.

Der Umsatz von Miele Professional überstieg im Berichtsjahr mit 307 Millionen Euro erstmals die 300-Millionen-Grenze. Der derzeitige Professional-Anteil am Gesamtumsatz beträgt elf Prozent, Tendenz weiter steigend. Aktueller Investitionsschwerpunkt in diesem Bereich ist die Medizintechnik, wo sich Miele Professional vom reinen Gerätelieferanten zum umfassenden Systemanbieter für Kliniken und Arztpraxen weiterentwickelt hat. Vollendet wurde dies mit der Vorstellung der ersten Miele-Großsterilisatoren im vergangenen November auf der Düsseldorfer Medizintechnik-Messe Medica. Erste Geräte sind bereits installiert.

In Innovation und Wachstum investiert

Insgesamt hat die Miele Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr 114 Millionen Euro investiert. Investitionsschwerpunkte im Inland waren insbesondere die Erweiterung und Modernisierung von Produktionsanlagen in den Werken Bielefeld, Gütersloh und Oelde. Zur Fertigung der neuen Großsterilisatoren wurde im österreichischen Werk Bürmoos eine komplett neue Produktionshalle gebaut.

Die Zahl der weltweit beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter liegt mit nunmehr 16.624 um 0,4 Prozent knapp über dem Vorjahr (Stichtag 30. Juni 2011). In Deutschland sind 10.302 Beschäftigte tätig (Vorjahr: 10.324). Derzeit erlernen bei Miele in Deutschland 505 junge Menschen einen von 37 Ausbildungsberufen. Von ihnen absolvieren etwa 100 einen von 14 dualen Studiengängen, die eine Kombination bieten aus betrieblicher Ausbildung sowie einem Studium mit Bachelor-Abschluss in Fächern wie Maschinenbau, Elektrotechnik, Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Wieder mehr Dynamik im Ausland

Außerhalb Deutschlands erzielte Miele mit 2,06 Milliarden Euro Umsatz einen Zuwachs von 4,6 Prozent. Die Entwicklung dort bleibt allerdings, dem jeweiligen Konjunkturverlauf entsprechend, uneinheitlich. So konnte das Geschäft in Zentral- und Nordeuropa fast durchweg zufriedenstellend zulegen. Entsprechendes gilt für Überseemärkte wie USA, Kanada, Hongkong, Singapur oder Südkorea, wo die Zuwächse zum Teil im deutlich zweistelligen Prozentbereich liegen. Demgegenüber leiden die Länder Südeuropas sowie Irland unter den aktuellen Verwerfungen mit Blick auf die Schuldenkrise der dortigen Staatshaushalte.

Weltweit ist Miele derzeit in 47 Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten und in rund 50 weiteren über Importeure. Im Berichtsjahr hat die zuletzt gegründete Vertriebsgesellschaft Malaysia ihren operativen Betrieb aufgenommen. In mehr als 50 Metropolen rund um den Globus machen elegante Showrooms („Miele Galleries“) die Miele-Markenwelt live und aus erster Hand erlebbar. Zu den letzten Neuzugängen im Berichtsjahr zählen Brünn (Tschechische Republik), Santiago de Chile, Seattle, Shanghai, Sydney, Vejle (Dänemark) – und Berlin. Das neue Miele-Flaggschiff in der deutschen Hauptstadt befindet sich an der Ecke Unter den Linden/Friedrichstraße, also auf halbem Weg zwischen Brandenburger Tor und Bahnhof Friedrichstraße. „Unsere marktnahen Vertriebs- und Servicestrukturen sowie ein konsistenter weltweiter Markenauftritt von hoher Wertigkeit sorgen bei Handelspartnern wie Endkunden für Inspiration und Identifikation“, sagt Dr. Heiner Olbrich, seit 1. Januar 2011 Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Miele Gruppe. In dieser Funktion hat Olbrich die Nachfolge von Dr. Reto Bazzi angetreten, der das Unternehmen zum 31. März 2011 aus Altersgründen verlassen hatte.