Gegenüber den Vorjahren ist dies eine deutlich schlechtere Entwicklung, 2003 lag das Umsatzwachstum bei 3,9 Prozent, 2002 sogar noch bei 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das teilte BVMed-Geschäftsführer Joachim Schmitt bei der Vorstellung der Zahlen in Berlin mit. Deutschland liegt damit deutlich unter der Weltmarktentwicklung, die bei rund plus 7 Prozent liegt.

Besonders der Hilfsmittelbereich brach im Vergleich zum Vorjahr ein. Alleine bei Stoma- und Inkontinenzhilfen ging der an den BVMed gemeldete Umsatz um 2,2 Prozent zurück. 2003 hatte es aufgrund der zunehmenden Fallzahlen durch die demographische Entwicklung noch ein Plus von 5,9 Prozent gegeben.

Der deutliche Rückgang liegt in den restriktiven Maßnahmen der Gesundheitsreform insbesondere im Hilfsmittelbereich begründet. Der BVMed fordert, dass die Hilfsmittelversorgung nicht eingeschränkt werden darf. "Die flächendeckende Hilfsmittelversorgung der Patienten und die bestehende Versorgungsqualität muss, wie auch die Vielzahl der Leistungserbringer, langfristig gewährleistet sein. Bei der Erstellung von Qualitätsstandards muss der Sachverstand der Industrie- und Handelsunternehmen einbezogen werden", so der BVMed.

Im Bereich "Einweg-OP-Materialien" gingen die Umsätze um 6 Prozent zurück. Leicht positiv ist die Umsatzentwicklung in den Bereichen "Einmalprodukte, Intensivmedizin, Krankenpflegeartikel" mit plus drei Prozent sowie "Verbandmittel" mit plus 3,1 Prozent. Hier beruht das Umsatzwachstum überwiegend auf Mengensteigerungen.

Der Preisdruck hat sich nach Ansicht des BVMed weiter verstärkt, vor allem durch die Budgetrestriktionen auf der Klinikseite und die gesetzgeberischen Eingriffe bei den Hilfsmitteln. Außerdem steigen bei den Unternehmen die Kosten durch höhere Vertriebsausgaben und höhere Rohstoffpreise. Die Gewinnsituation der BVMed-Mitgliedsunternehmen bleibt damit extrem angespannt.

MEDICA.de; Quelle: Bundesverband Medizintechnologie e.V.