"Gesundheits-Webseiten gibt es im Überfluss, viele Patienten bekommen dort aber dennoch nicht, was ihnen weiterhilft: Denn nicht immer sind die Angaben richtig, manche sind nicht uneingeschränkt vertrauenswürdig und wieder andere bleiben für Laien unverständlich", erläutert der Leiter Peter Sawicki das Anliegen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG). "Diese Lücke wollen wir mit unserem Gesundheitsportal schließen."

Die Webseite bietet eine Mischung aus ausführlichen Beiträgen und kurzen prägnanten Antworten auf konkrete Fragen. Umfangreiche Themenpakete gibt es beispielsweise zu "Wechseljahren" oder "Angst vor Operationen". Texte, die allesamt ausdruckbar und als PDF herunterladbar sind, werden ergänzt durch Filme und Grafiken. Darstellungen von Studienergebnissen werden durch Erfahrungsberichte von Patienten flankiert. Ein Glossar erklärt komplizierte medizinische Zusammenhänge einfach und richtig.

Konkrete Empfehlungen für den Einzelfall will www.gesundheitsinformation.de nicht bieten. Gesundheit sei eine sehr persönliche Angelegenheit, meinen die IQWiG-Wissenschaftler. "Nicht belehren, sondern aufklären", lautet ihre Devise. Meist gebe es ohnehin nicht die eine richtige Entscheidung. Vielmehr müsse man in der Regel zwischen Alternativen wählen. Hier könne die Website Argumente liefern, die bei der Auswahl helfen.

"Wir wollen und können das Gespräch mit dem Arzt nicht ersetzen. Aber wir wollen Patienten helfen, im Gespräch mit dem Arzt oder dem Apotheker die richtigen Fragen zu stellen und sich selbst ein Urteil zu bilden", ergänzt Sawicki.

MEDICA.de; Quelle: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)