03/11/2009

SMT medical technology GmbH & Co. KG

VICORDER für peripher-vaskuläre und kardio-vaskuläre Untersuchungen

Bestimmung der Gefäßsteifigkeit mit VICORDER
Vom Gefäßcheck zur Einschätzung kardio-vaskulärer Risiken

Die Deutsche Gefäßliga nennt den Knöchel-Arm-Index ABI „Gefäßcheck“ [1]. Eine wirklich treffende Bezeichnung, denn kein anderer arterieller Funktionsparameter hat diese hohe Sensitivität von 95% und perfekte Spezifität von 100%. Die überragende Bedeutung des ABI in der Diagnostik der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit pAVK ist unbestritten. Aber auch sein Stellenwert in der frühzeitigen und sicheren Erkennung kardio-vaskulärer Risiken ist mittlerweile umfassend belegt [2]. Dabei ist die Prävalenz auffälliger ABI-Werte in deutschen Praxen besorgniserregend hoch. Rund 20% der deutschen Hausarztpatienten haben einen ABI-Wert unter 0.9 und sind damit „hochgradig gefährdet, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden“ [1].

Von der Obstruktion zur Gefäßsteifigkeit

Neben dem „Obstruktionsparameter“ ABI wird in der aktuellen wissenschaftlichen Literatur [3] die Bestimmung der elastischen Gefäßeigenschaften im Sinne einer zunehmenden Gefäßsteifigkeit postuliert. Mit VICORDER lassen sich die Parameter der Gefäßsteifigkeit nicht-invasiv, für den Patienten völlig unbelastend und schnell bestimmen. Allein oder in Kombination mit dem ABI kann die Pulswellengeschwindigkeit (PWV) direkt in weniger als fünf Minuten gemessen werden. Dabei ist der Test so einfach, dass er an medizinisches Hilfspersonal delegiert werden kann. Die PWV ermöglicht die Abschätzung eines Endorganschadens des arteriellen Systems. Dabei ist die PWV von hoher prognostischer Bedeutung gerade bei Hypertonikern und sollte den gleichen Stellenwert wie Echokardiographie, 24-Stunden-Blutdruckmonitoring oder Glukosetoleranztest einnehmen.

Nicht-invasive Bestimmung der zentralen aortalen Drucke

Die maßgeblichen europäischen wissenschaftlichen Gesellschaften empfehlen die Bestimmung des zentralen aortalen Drucks, der bei Risikopatienten teils deutlich vom brachialen Druck abweicht [*]. Bei diesen Personen führt die Erhöhung der Pulswellengeschwindigkeit zu einer früheren Reflexion der Pulswelle, was eine Augmentation der zentralen Druckkurve mit Zunahme des systolischen Drucks, des Pulsdrucks und Abnahme des diastolischen Drucks zur Folge hat. Schlaganfallrisiko, Erhöhung der linksventrikulären Belastung und damit verbundenes Risiko einer linksventrikulären Hypertrophie bei gleichzeitig verminderter koronarer Durchblutung sind mögliche Konsequenzen.

Mit der optionalen VICORDER Pulswellenanalyse (PWA) wird die am Oberarm erfasste Pulswelle gemittelt und auf zentrale aortale Drucke transformiert. Die aortale Pulswelle wird zusammen mit den abgeleiteten Werten Pulsdruck PP, Augmentationsdruck, Augmentationsindex (AIx) und anderen kardiologisch und internistisch bedeutsamen Parametern dargestellt. Zudem kann der systolische, diastolische und Mitteldruck direkt oszillatorisch bestimmt werden. Als Nebenprodukte werden Herzzeitvolumen und Totaler Peripherer Widerstand (TPR) abgeleitet.

Die gesamte Untersuchung der zentralen aortalen Drucke dauert keine fünf Minuten, könnte nicht einfacher und patientenfreundlicher ablaufen. Zur Untersuchung wird lediglich eine am Oberarm befestigte Druckmanschette benötigt. Alles Weitere läuft programmgesteuert ab.

VICORDER lässt sich über einen USB-Adapter an (fast) jeden Standard-PC anschließen. Ein zusätzlicher Stromanschluss ist nicht erforderlich. Bei Verwendung eines Notebooks wird daraus ein ultra portables vaskuläres Testsystem. Mit allem Zubehör für bilaterale Messungen passen VICORDER und Notebook in eine Tasche. So kann VICORDER dort eingesetzt werden, wo er gebraucht wird, im Labor, am Bett, in der Ambulanz, beim Hausbesuch.
VICORDER integriert die wichtigsten angiologischen und phlebologischen Tests, bewährte Methoden in modernster Form, routinegerecht, delegierbar, sicher und schnell in der Durchführung, übersichtlich in der Dokumentation.

Überzeugen Sie sich von der Leistungsfähigkeit unseres VICORDER Systems (ganztägig Live-Untersuchungen am Stand). Ausführliche Informationen erhalten Sie auch über www.vicorder.eu

Wir freuen uns über Ihren Besuch auf unserem Medica-Stand in Halle 9, 9C39!





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Literatur:
[1] www.deutsche-gefaessliga.de
[2] Diem et al, Europ Heart J 2006
[3] Weber et al. J Hypertonie 2008
[4] European Society of Hypertension (ESH) and European Society of Cardiology (ESC). J Hypertens 2007