Das Risiko, an einem Kolonkarzinom zu erkranken, liegt nach Angaben von Medizinern bei sieben Prozent. Noch immer ist umstritten, welchen Einfluss die Ernährung auf dieses Risiko hat. Indische Forscher haben nun untersucht, ob eine vegetarische Diät dieses Risiko senken kann. 8.877 Inder nahmen zwischen Januar 2000 und Oktober 2005 daran teil. 2.092 dieser Probanden (27 Prozent) waren aus religiösen Gründen seit Beginn ihrs Lebens Vegetarier. 796 der Probanden litten an einem Kolonkarzinom.

Beim Abgleich der Daten zeigten sich klare Zusammenhänge: Das kolorektale Karzinom zeigt eine positive Korrelation mit dem Lebensalter und männlichem Geschlecht, aber eine negative Korrelation mit Vegetarismus und geringem Body-Mass-Index (BMI). Vegetarische Lebensgewohnheiten scheinen also einen gewissen Schutz gegen Kolonkarzinome zu bilden. Der genaue physiologische Zusammenhang ist aber noch immer unklar.

In einer weiteren Studie wurde untersucht, ob eine fettreiche Suppe als erster Gang einer Mahlzeit den Appetit im weiteren Gang des Menüs verstärkt oder vermindert. Jeweils zwölf schlanke und übergewichtige Probanden unterzogen sich diesem Versuch. In zwei Versuchsdurchgängen aßen sie jeweils eine fettreiche oder proteinreiche Suppe mit gleichem Volumen und Kaloriengehalt. Danach konnten sie so viel Pizza essen, wie sie wollten. Die Aktivität des Magens wurde mit Hilfe eines Elektrogastrogramms gemessen.

Sowohl die schlanken als auch die übergewichtigen Probanden griffen weniger zu, nachdem sie die fettreiche Suppe gegessen hatten. Die Kalorienaufnahme im Hauptgang war etwa 20 Prozent weniger, als nach der proteinreichen Suppe. Für Menschen, die abnehmen wollen, mag es daher paradoxerweise gesünder sein, bei einer Vorspeisen-Suppe eher zu fettigen Suppen zu greifen, um den Hunger danach zu dämpfen.

MEDICA.de; Quelle: Digestive Disease Week 2007 Abstract 155 und S2191