Neues Gesetz: Verbesserung der Notfallversorgung

26.03.2013

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Das neue Gesetz lässt Notfallsanitä-
tern mehr Entscheidungsfreiheit;
© panthermedia.net/Herbert Esser

Der Bundesrat hat das Notfallsanitätergesetz verabschiedet. Es tritt am 01.01.2014 in Kraft und löst nach über 24 Jahren das Rettungsassistentengesetz ab.

Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD) begrüßt das neue Berufsgesetz ausdrücklich. Über sechs Jahre hat der DBRD an diesem Gesetz mitgearbeitet und war am Ende einer der wenigen Organisationen, die das Gesetz ohne weitere Veränderungen gefordert hat. Alle ärztlichen Organisationen und auch viele weitere Verbände haben bis zum Schluss verhindern wollen, dass das Gesetz in der jetzigen Fassung in Kraft tritt.

Hauptkritikpunkt war meist, dass der Notfallsanitäter (NotSan) zukünftig eigenverantwortlich die in der Aus- und Fortbildung erlernten Maßnahmen bei lebensbedrohlichen Zuständen ergreifen kann und darf. Aber genau dies bedeutet eine deutliche Verbesserung der Versorgung der Notfallpatienten in Deutschland. Bei kritisch erkrankten Patienten oder schwerstverletzten Patienten wird der Notfallsanitäter zusammen mit dem Notarzt noch professioneller die Versorgung übernehmen können, als dies bereits heute der Fall ist. Perspektivisch kann dadurch die Effizienz der Notfallversorgung deutlich gesteigert werden. Die Ausbildung zum Notfallsanitäter dauert zukünftig drei anstatt zwei Jahre, und der Auszubildende erhält eine Ausbildungsvergütung.

Über sechs Jahre hat nun die Gestaltung dieses neuen Berufsgesetzes gedauert. Nachdem am 27.02.2013 der Bundestag das Gesetz ohne Gegenstimmen verabschiedet hat, stimmte nun auch der Bundesrat dem Gesetz zu.

MEDICA.de; Quelle: Deutscher Berufsverband Rettungsdienst e.V.