An einer Studie nahmen 354 gesunde Männer im Alter zwischen 18 und 45 Jahren teil, die einen Body Mass Index zwischen 18 und 32 kg/m2 hatten. Vor Beginn der Studie lag die Spermienkonzentration bei mindestens 20 Millionen pro Milliliter mit normaler Morphologie und Motilität. Randomisiert erhielten die Männer entweder Injektionen mit Placebo (52 Männer) oder subkutane Implantate mit low-release-Etonogestrel (149 Probanden) oder high-release-Etonogestrel (152 Probanden), kombiniert mit intramuskulären Testosteroninjektionen von 750 Milligramm alle zehn bis zwölf Wochen oder 1.000 Milligramm alle zwölf Wochen. Die Studie dauerte 42 bis 44 Wochen und es gab einen Nachbeobachtungszeitraum von mindestens 24 Wochen.

89 Prozent der behandelten Männer mit low-relase-Etonogestrel hatten nach der Implantation beziehungsweise den Injektionen eine Spermienzahl von höchstens eine Million pro Milliliter. Unter der high-release-Dosis stieg diese Zahl auf 94 Prozent.

Bei 91 Prozent der Männer blieb dies bis zum Ende der Studienperiode so. Nach Absetzen des Implantats für den Mann dauerte es durchschnittlich 15 Wochen, bis die Spermienzahl wieder bei mindestens 20 Millionen pro Milliliter lag.

Allerdings wird dieser Erfolg durch einige Nebenwirkungen erkauft, die allerdings meist reversibel waren. So nahmen viele Männer unter dem Wirkstoff zu oder bekamen Akne. Auch Nachtschweiß und Stimmungsschwankungen wurden nicht selten beobachtet.

Die Studie wurde von Prof. Dr. Eric J. H. Meuleman vom Department of Urology an der Vrije Universiteit Medical Centre, Amsterdam, Niederlande, geleitet.

MEDICA.de; Quelle: European Association of Urology 23rd Annual Congress Abstract 217