Verkleinerung des Magens wirkt auch langfristig

Den Fettpolstern ist chirurgisch auch
auf lange Sicht beizukommen
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Die Mediziner aus Franken arbeiteten mit Statistikern der Universität Dortmund zusammen. Sie untersuchten die Gewichtsentwicklung von 100 Patienten, die sich einer Magenverkleinerung unterzogen haben, über einen Zeitraum von 25 Jahren.

"Das sind natürlich keine Leute, die ein paar überflüssige Pfunde loswerden wollen, sondern die Eingriffe waren medizinisch indiziert", erklärt Dr. Rafael Weißbach, der die Daten statistisch ausgewertet hat. Immerhin brachten die Patienten vor der Operation im Schnitt stolze 132 Kilogramm auf die Waage. Durchschnittliche 40 Prozent ihres Übergewichts verloren die Patienten in den ersten drei Jahren nach der Operation.

Die Vermutung lag allerdings nah, dass sich der Magen nach und nach ausdehnt, die Patienten wieder zu ihren Essgewohnheiten zurückkehren und ihr altes Gewicht erneut erreichen. Doch das scheint nicht der Fall zu sein, wie jetzt die statistische Auswertung der Daten zeigt: In den Folgejahren stellte Weißbach zwar bei allen Probanden eine Gewichtszunahme fest, diese pendelte sich dann aber relativ stabil wieder ein. "Man kann also hier tatsächlich von einer dauerhaften Gewichtsabnahme sprechen", so das Fazit des Statistikers.

Um die Daten zu erheben, wurden die Patienten zu sieben Zeitpunkten in 25 Jahren gewogen. Aus den gewonnenen Gewichtsdaten haben die Dortmunder Statistiker dann jeweils den Body Mass Index und die relative Gewichtsabnahme der Probanden ermittelt - beide Maßzahlen bestätigen in immerhin 20 verschiedenen Testverfahren die langfristige Gewichtsreduktion.

Bei den 100 untersuchten Patienten gab es allerdings leichte Unterschiede - je nachdem, welche Methode der Magenverkleinerung gewählt wurde. Als am effektivsten erwies sich eine komplette Durchtrennung des Magens in seinem obersten Anteil, also eine drastische Verkleinerung des funktionellen Magenreservoirs mit direkter Kurzschlussverbindung zum nachfolgenden Dünndarm.

MEDICA.de; Quelle: Universität Dortmund