Bei Patienten mit einem nicht-metastasierenden Osteosarkom ist es wichtig, Rezidiv-begünstigende Faktoren zu kennen, um die Therapie entsprechend anpassen zu können. Eine neoadjuvante Chemotherapie hat sich bei diesem Tumortyp als nützlich erwiesen. Bei einigen speziellen Unterarten des Tumors, vor allem in den langen Extremitätenknochen, könnte sich eine chirurgische Therapie gefolgt von Chemotherapie als besser erweisen.

Italienische Wissenschaftler des „Istituto Ortopedico Rizzoli” in Bologna haben nun untersucht, wie sich bestimmte prognostische Faktoren beim nicht-metastasierenden Ostesarkom auswirken. Sie zogen dazu die Daten von 789 Patienten heran, die an einem solchen Tumor der Extremitäten erkrankt waren und neoadjuvant behandelt wurden. Die Ärzte beobachteten sie mindestens fünf Jahre lang.

Innerhalb des Nachbeobachtungszeitraums traten bei 440 Patienten keinerlei Rezidive mehr auf. Bei 313 weiteren Patienten kam es zu einem Rezidiv, 20 Patienten erkrankten an einem zweiten Krebs und zehn Patienten starben.

Nachdem man diese Daten mit den verschiedenen Parametern verglichen hatte, zeigte sich: Ein erhöhtes Rezidivrisiko haben Patienten, die jünger als 14 Jahre sind, deren Spiegel alkalischer Phosphatase zu Beginn der Behandlung erhöht ist und das Tumorvolumen 200 mL übersteigt. Auch eine schlechte Abgegrenztheit des Tumors und schwache histologische Antwort auf präoperative Chemotherapie lassen ein Rezidiv erwarten.

Erste Rezidive waren meist isolierte Lungenmetastasen (243 Patienten, 77,6 Prozent), isolierte Knochemetastasen bei 26 Patienten (8,3 Prozent), kombinierte Lungen- und Knochenmetastasen bei fünf Patienten (1,6 Prozent) sowie an anderen Stellen bei drei Patienten (0,9 Prozent).

MEDICA.de; Quelle: Cancer 2006, Vol. 106, S. 1154-1161