Versorgungslösungen im Patientenzimmer – Welche Kriterien beachtet werden müssen

17.11.2015
Foto: Matthias Mühle

Matthias Mühle, Head of Global Competence Center Infrastructure Projects der Drägerwerk AG & Co. KGaA; © Drägerwerk AG & Co. KGaA

Versorgung in Patientenzimmern auf verschiedenen Wegen möglich ist. Was wirklich gute Versorgungslösungen sind, erläutert Matthias Mühle von der Drägerwerk AG & Co. KGaA, auf dem MEDICA TECH FORUM 2015. Im Interview mit MEDICA.de spricht er über die Vorteile industriell gefertigter medizinischer Versorgungseinheiten.

Herr Mühle, welche Versorgungslösungen sind im Patientenzimmer besonders wichtig?


Auch im Patientenzimmer werden die Anforderungen hinsichtlich Medienversorgung immer komplexer. In vielen Patientenzimmern muss eine Versorgung mit medizinischen Gasen, elektrischen Steckdosen, IT-Schnittstellen, Schwesternruf, Kommunikationsschnittstellen und auch Licht sichergestellt werden.

Um eine sichere Versorgung mit all diesen Medien und die Anbringung von weiteren medizinischen Geräten am Patientenbett zu gewährleisten, werden medizinische Versorgungseinheiten verwendet.

Der Trend geht immer mehr zu Lösungen, welche eine wohnliche Atmosphäre im Patientenzimmer unterstützen. Dafür werden, von den im ZVEI organisierten Unternehmen, verschiedene medizinische Versorgungseinheiten angeboten, welche im Design überzeugen und trotzdem die volle Funktionalität und Sicherheit gewährleisten.

 
 
Foto: Versorgung im Patientenzimmer

Eine gute Versorgungslösung verbessert den Arbeitsprozess durch bodenfreie Geräteaufnahmen und Medienzuführungen; © panthermedia.net/aireo

Welche konkreten Vorteile bieten industriell gefertigte medizinische Versorgungseinheiten für den Anwender?

Mit industriell gefertigten Versorgungseinheiten geben wir dem Betreiber die Sicherheit, dass alle relevanten Normen und Vorschriften eingehalten sind. Die Geräte werden vor der Marktfreigabe allen vorgeschriebenen elektrischen und mechanischen Tests unterzogen. Jedes Gerät muss vor Auslieferung in der Produktion die vorgeschriebenen Produktionstests bestehen. Damit wird die Sicherheit für die Patienten und das Pflegepersonal sichergestellt.

Die Versorgung in Patientenzimmern ist auf verschiedenen Wegen möglich. Wo liegen die wichtigsten Unterschiede?

Eine medizinische Versorgungseinheit ist ein Medizinprodukt der Klasse IIa oder IIb. Auch Versorgungseinheiten welche nicht industriell gefertigt werden, sondern von verschiedenen Gewerken vor Ort im Krankenhaus gefertigt werden haben alle Anforderungen der ISO 11197 zu erfüllen und sind ein Medizinprodukt der Klasse IIa oder IIb.

An welche Fachbesucher wendet sich Ihr Vortrag auf der MEDICA 2015?

Der Vortrag richtet sich an Architekten, Planer und das technische Personal von Gesundheitseinrichtungen.

 
 
Foto: Daniel Stöter

© Barbara From-
mann-Czernik






Das Interview führte Daniel Stöter
MEDICA.de