Am Beth Israel Deaconess Medical Center in Boston haben Dr. Kenneth J. Mukamal und sein Team prospektiv 46.755 Männer untersucht. Die Männer waren Teilnehmer der großen „Health Professionals Follow-up Study“. Seit Beginn der Studie im Jahre 1986 gaben sie wiederholt Auskunft über ihre Körpergröße, Gewicht, Bewegung und Ernährungsgewohnheiten. 1.829 dieser Männer füllten zudem den “Mental Component Summary Scale” des “Short-Form Health Survey” aus. Dadurch erhielten die Studienleiter einen Eindruck von der mentalen Zufriedenheit der Teilnehmer.

Während des Nachbeobachtungszeitraums starben 131 Männer durch Selbstmord. Als man den Body Mass Index (BMI) dieser Männer untersuchte, zeigte sich ein interessanter inverser Zusammenhang: Mit dem Body Mass Index sinkt die Suizidrate: Liegt der BMI unter 21kg/m2, dann beträgt die Suizidrate 52 pro 100.000 Personenjahre. Liegt der BMI dagegen bei mehr als 30kg/m2, sinkt die Suizidrate auf 13 pro 100.000 Personenjahre. Dieser Zusammenhang blieb auch dann noch signifikant, als man verschiedene Variablen wie Bewegung, Alter, Erkrankungen oder Ernährungsgewohnheiten herausrechnete.

Als man die Ergebnisse aus dem „Mental Component Summary Scale“ mit dem BMI verglich, zeigte sich eine positive Korrelation: Mit dem BMI stieg die mentale Zufriedenheit.

Natürlich wollen die Studienleiter nun nicht empfehlen, zuzunehmen. Dennoch ist das Ergebnis ihrer Untersuchung bemerkenswert. Weitere Studien sollen nun zeigen, ob dicke Männer tatsächlich zufriedener sind oder – umgekehrt – zufriedene und gemütliche Männer eher zu mehr Pfunden neigen.

MEDICA.de; Quelle: Archives of Internal Medicine 2007, Vol. 167, S. 468-475